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Mittwoch, 20. Mai 2015

[Celine rezensiert...] Bringt sie zum Schweigen von Ramon Maria Winter





Fortsetzung: keine
Verlag: Skylla (Mai 2014)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 544
Altersempfehlung: ab 16
Einband: Taschenbuch
Preis: € 14,99 [D]






Zitat:
"Ich denke, dass man das Böse nicht besiegen kann. Es ist übermächtig, weil es im Menschen tiefer verankert ist als das Gute." (Seite 153)


Inhalt:
Eine Reihe blutiger Vorfälle versetzt das verschlafene Nest Whispertal in Angst und Schrecken. Als es erste Todesopfer gibt, bricht unter den Bewohnern Panik aus. Der Landarzt Nordström versucht auf eigene Faust den Geschehnissen auf die Spur zu kommen. Doch er legt sich mit den falschen Leuten an und wird zum Gejagten. Die Welle der Gewalt breitet sich unaufhaltsam aus und die Polizeichefin Betty Jäger beginnt zu ermitteln. Dabei riskiert sie mehr als einmal ihr Leben, um Nordström aus der Schusslinie zu bringen.

Meinung:
Das Cover gefällt mir gut, da es leicht unheimlich wirkt und das Dorf zeigt, in dem sich hauptsächlich das ganze Grauen abspielt. Die orange Farbe wirkt wie Feuer, das in der Geschichte öfter eine Rolle spielt. Der Titel hat erst gegen Ende des Buches Sinn gemacht, ist aber sehr gut gewählt wurden, warum, müsst ihr selber lesen.
Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler in der Vergangenheit berichtet und spielt in den fiktiven Orten Willemsdorf, Wispertal und Marinasund in der Gegenwart
Nordström ist ein auf dem Land wohnender Arzt, der von seinen Kollegen gerne als Wald- und Wiesendoktor bezeichnet wird. Er ist Ende dreißig und hat eine Frau, die jedoch einfach verschwunden ist, als sie mit seinem Kind schwanger war. Er ist sehr pflichtbewusst was seine Arbeit befrifft, allerdings handelt er in vielen Situationen verantwortngslos und unüberlegt. Es hat sehr lange gedauert, bis ich zu ihm eine Bindung aufbauen konnte, da er immer alles besser wusste und oft in Selbstzweifel förmich ertrunken ist. Das hat ihn mir nicht wirklich sympathisch gemacht, weshalb er mir relativ egal war.
Die anderen Charaktere hingegen wie zum Beispiel sein Sohn oder seine Freundin waren mir weitaus angenehmer.
Allerdngs hatte ich oft das Gefühl, dass alle in diesem Buch mit Scheuklappen vor den Augen herumlaufen, da manche Dinge wirklich offensichtlich waren, die die Charaktere allerdings erst viel später erkannt haben.
Die ersten 150 Seiten ging das Buch sehr schleppend vorran, weshalb ich beim Lesen fast eingeschlafen wäre und es schon fast bereut hätte, das Buch angefragt zu haben. Dass das Buch ein Thriller ist, hat sich erst im späteres Verlauf der Geschichte feststellen lassen, wobei die Geschichte dem Genre alle Ehre gemacht hat, da sie teilweise echt brutal und auch etwas eklig ist. 
Sie ist sehr komplex, da so viele Personen auftauchen, deren Einzelschicksale beleuchtet werden. Das hat mir jedoch nicht so gut gefallen, da man auf einige der Katastrophen auch hätte verzichten können. Sie dehnen die Geschichte nur unnötig in die Länge ohne besonders viel zur Entwicklung der Geschichte beizutragen. Eben durch diese vielen Katastrophen enthielt das Buch sehr viel Action. Teilweise hat es mich sogar an "The Walking Dead" erinnert.
Übertrieben fand ich es auch, dass Nordström sich andauernd übergeben musste. Ich habe zwar nicht mitgezählt, aber es waren mindestens um die zwanzig mal. Ein paar andere Reaktionen ab und zu wären mir lieber gewesen.
Einige Dinge wie zum Beispiel das Verschwinden von Nordströms Frau oder die Briefe, die er von ihr erhält, wurden zwar versucht zu erklären, waren aber nicht wirklich schlüssig.
Obwohl die ganze Story vom Grundgedanken her ziemlich gut war, hat das Ende mir nicht ganz so gut gefallen, da ich es ein bisschen unrealistisch fand.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥ 3/5
Logik: ♥♥♥ 3/5
Spannung: ♥♥♥♥ 4/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5

♥♥♥♥

Wer Thriller mit viel Blut und Action mag und sich nicht an schleppenden Anfängen stört, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.


Ich bedanke mich beim Scylla Verlag und bei BloggdeinBuch für die Zuverfügungstellung dieses Rezensionsexemplares.

Freitag, 7. November 2014

[Celine rezensiert...] Lies of Silence


Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: englisch
Verlag: Vintage Books (Januar 1997)
Seitenzahl: 208
Altersempfehlung: ab 15 Jahren (ab 7. Lehrjahr Englisch)

Erster Satz:
"At a quater to nine, just before going off work, Dillon went down to reception to check the stuff roster for tomorrow."

Inhalt:
When Michael Dillon is ordered by the IRA to park his car in the carpark of a Belfast hotel, he is faced with a moral choice which leaves him absolutely nowhere to turn. He knows that he is planting a bomb that would kill and maim dozens of people. But he also knows that if he doesn't, his wife will be killed.

Meinung:
Titel und Cover passen sehr gut zur Geschichte, da sie die Geiselnahme von Michael und seiner Frau und deren Folgen beschreiben.
Ich habe mir das Buch nicht freiwillig gekauft, sondern musste es für den Englischunterricht lesen. Für ein Schulbuch war es aber ziemlich gut.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler berichtet. Ab und zu werden Michaels Gedanken eingefügt.  Sie spielt in Belfast (Nordirland)  und London in der Zeit der "Troubles", einem Konflikt in Nordirland zwischen den Protestanten und den Katholiken.
Michael und Moira werden eines Nachts von einer Gruppe von katholischen Männern in ihrem Haus überrascht und dort festgehalten. Micheal wird dazu gezwungen mit einer Bombe in seinem Auto zu seinem Hotel zu fahren und diese dort explodieren zu lassen, um einen  Protestanten zu töten, der dort eine Rede hält. Als Geisel halten sie seine Frau gefangen und Michael muss wählen: das Leben seiner Frau oder das Leben hunderter unschuldiger Menschen...
Der Schreibstil war durchschnittlich und das Vokabular ziemlich simpel. Selbst wenn man einige Worte nicht kannte, konnte man sie sich aus dem Kontext erschließen. Das Einzige, das mich etwas gestört hat, war, dass der Protagonist immer mit Nachnamen angesprochen wird, während die  anderen beim Vornamen genannt werden.
Michael Dillon ist der Manager eines Hotels und war früher in seiner Zeit als Student ein Poet und träumte davon in Europa zu arbeiten. Er hat eine Affäre mit Andrea Baxter, die beim BBC arbeitet und 12 Jahre jünger ist als er. Seine Frau Moira ist sehr eitel, vorlaut, aber auch mutig und arbeitet als Lehrerin. Die Charaktere waren zwar nicht flach, allerdings hätten sie etwas tiefgründiger sein können. Dadurch, dass die Geschichte schnell voranschreitet, gibt es nicht viel Platz für Charakterentwicklungen.
Ich würde die Geschichte nicht als Thriller deklarieren, da sie mir für einen Thriller zwischendurch etwas zu langweilig war. Trotzedem gab es spannende Stellen, an denen ich mitfiebern konnte.
Emotional konnte mich das Buch aufgrund der etwas distanzierten Schreibweise nicht wirklich erreichen.
Das Ende kam ziemlich abrupt, war aber sehr gut gewählt. Ich hätte mir kein passenderes Ende für diese Geschichte wünschen können.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥ 3/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥ 3/5
Emotionale Tiefe: ♥♥ 2/5 

♥♥♥♥

Ein interessantes Buch über die "Troubles" in Nordirland und deren Auswirkungen auf die Einwohner.

Sonntag, 24. August 2014

[Celine rezensiert...] Der Seelenbrecher

Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Knaur TB (September 2008) 
Seitenzahl: 368
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Zitat:
"'Frau Dr. Dorn liegt im Wachkoma, Raßfeld ist verschwunden, und ich musste die Patienten oben in ihren Zimmern einschließen, weil ein Psychopath blutend durch die Klinik tobt. Nenn mich Drama-Queen, aber wenn das kein Grund zur Aufregung ist, dann frag ich mich, warum wir uns hier alle verbarikadiert haben.'"

Inhalt:
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

Meinung:
Das Cover passt gut zur Geschichte, da es den Protagonisten widerspiegelt. Es wirkt außerdem sehr geheimnisvoll und macht neugierig auf die Geschichte. Der Titel passt ebenfalls sehr gut.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler aus der Vergangenheit berichtet. Sie spielt in Berlin in der Gegenwart.
Es ist einen Tag vor Heiligabend als in der kleinen Privatklinik am Teufelsberg ein neuer Patient eingeliefert wird. In der darauffolgenden Nacht wird Caspar von einem anderen Patienten geweckt, der ihn zu dem Zimmer des neuen Patienten führt aus dem Lärm dringt. Dort angekommen, sehen sie den Patienten, wie er aus dem Fenster springt und eine Krankenschwester, die halb nackt in einer Badewanne liegt und sich in einem wachkomaähnlichen Zustand befindet. Ihnen ist klar, der Seelenbrecher hat ein neues Opfer gefunden. Zum Schutz machen sie die Schotten dicht, schließen aber den Seelenbrecher unbemerkt mit ein. Ihn stehen Stunden voller Angst bevor abgeschnitten von der Außenwelt.
Der Schreibstil ist sehr locker und einfach zu lesen. Man fliegt geradezu durch das Buch. Einige Stellen sind aber auch leicht poetisch.
Caspar ist Patient in der Klinik am Teufelsberg, da er sein Gedächtnis verloren hat. Er weiß weder, wie er heißt, noch ob er eine Familie oder ähnliches hat. Er hat sehr viel Mut und Einsatz in Zeiten der Not gezeigt. Während der Ereignisse in der Klinik erhält er immer wieder Erinnerungsbrocken, die sehr schwer zu verdauen sind. Ich mochte Caspar zwar, aber ich konnte mich emotional nicht hundertprozentig auf ihn einlassen. Ich glaube aber eher, dass das am Genre liegt, da ich bis jetzt fast bei keinem Triller eine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbauen konnte.
Da dieses Buch mein erster Thriller von Fitzek war, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen, die aber im Großen und Ganzen alle erfüllt wurden. Es gab immer wieder Wendungen, die mich überrascht haben. Besonders die Auflösung der Geschichte war für mich unvorhersehbar, da ich immer dachte, dass ich genau weiß, wer der Seelenbrecher ist. 
Logisch war die Geschichte allemal. Zwischendurch erscheint es vielleicht nicht so, aber am Ende klärt sich alles auf.
Schon alleine die Grundidee eingeschlossen mit dem Seelenbrecher zu sein, fand ich sehr spannend. Da aber auch noch die wiederkehrenden Erinnerungen von Caspar dazukamen, wurde die Spannung noch einmal gesteigert.
Ich denke nicht, dass dies mein letzter Thriller von Fitzek sein wird.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ 5/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥ 2,5/5

♥♥♥♥


Ein sehr spannender Thriller, der mich emotional allerdings kaum berühren konnte. 

Samstag, 12. Juli 2014

[Celine rezensiert...] Code Black

Infos zum Buch:
Fortsetzung: ???
Sprache: deutsch
Verlag: Ivi (April 2014)
Seitenzahl: 304
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Zitat:
"'Unsere Eltern', fahre ich fort, 'sind echte Helden. Sie sind diejenigen, die die Schmutzarbeit hinter den Kulissen erledigen, die sonst niemand übernehmen will.'"

Inhalt:
»Kannst Du auf dem Heimweg Milch holen?« – Eine harmlos aussehende Textnachricht, doch für die 16-jährige Kari Andrews bedeutet dieser Satz nur eins: Nimm deinen Bruder und LAUF UM DEIN LEBEN! Denn Karis Eltern arbeiten als Agenten bei der CIA und haben jede Menge Feinde. Aus diesem Grund haben sie ihre Kinder für den Ernstfall gut vorbereitet. Mit ihrem kleinen Bruder Charlie taucht Kari unter, doch irgendetwas stimmt nicht. Ihre Eltern bleiben verschwunden. Und wieso macht plötzlich die CIA Jagd auf sie? Um die Wahrheit herauszufinden, ist Kari ausgerechnet auf die Hilfe des Footballspielers Luke angewiesen, für den sie heimlich Gefühle hegt. Kari und ihre Freunde begeben sich in ein Netz aus Lügen – und in größte Gefahr...

Meinung:
Das schwarze Cover mit dem neonpinken Buchschnitt gefällt mir von der Optik her sehr. Ich hoffe, dass die folgenden Teile auch schwarz und neonfarben am Buchschnitt sein werden.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Karina in der Gegenwart erzählt und spielt in Washington D. C. in der Gegenwart.
Karinas Eltern sind Spione. Als Karina den Code Black per SMS von ihren Eltern bekommt, einen Satz, der sie alarmieren und warnen soll, flüchtet sie aus der Schule und trifft sich mit ihrem kleinen Bruder. Zusammen mit ihm nimmt sie ein schnelles Umstyling vor und beide hechten undercover zu dem vorher vereinbarten Treffpunkt mit den Eltern. Doch diese tauchen nicht auf. Karina wird unruhig und will ihre Eltern suchen, doch sobald sie auf der Straße ist, wird sie von einem vermeintlichen Freund ihrer Eltern entführt. Wird sie es schaffen sich zu befreien, um ihre Eltern suchen zu können?
Der Schreibstil ist an einigen Stellen etwas hektisch, so dass ich anfangs das Gefühl hatte, dass eine Flut von Informationen auf mich einstürzt. Ich konnte alles gar nicht so schnell verarbeiten und hatte tausende Fragen, die zum Glück teilweise beantwortet wurden.
Karina ist die Tochter zweier Spione und ansonsten ein ganz normales 16-jähriges Schulmädchen einer Privatschule. Da ihre Eltern oft nicht da sind, muss sie schon früh erwachsen werden und sich um ihren super schauen Bruder kümmern, der in die fünfte Klasse geht, obwohl er erst sieben Jahre alt ist. Zwischen den beiden ist daher eine sehr innige Beziehung entstanden, die auch große Probleme übersteht.
Die anderen Charaktere waren mir zwar sympathisch, aber durch die Hektik, die die Geschichte beherrscht hat, habe ich nicht viel von ihnen erfahren. Trotzdem waren die meisten von ihnen mir wichtig und ich habe mich um sie gesorgt. Allerdings fand ich es etwas merkwürdig, dass "zufällig" so viele schaue und begabte Jugendliche aufeinandertreffen. Auch die Intelligenz von Karinas kleinem Bruder, war mir etwas suspekt.
Es gibt viele lustige Szenen in dem Buch, die mich zum Lachen gebracht und das Buch einfach spaßig gemacht haben.
Durch die Schnelligkeit, mit der die Geschichte voranschreitet ist, ist sie sehr spannend und schnell zu lesen. Allerdings musste ich mich erst einmal eine Weile an den neonfarbenen Buchschnitt gewöhnen, der beim Lesen etwas irritiert hat.
Das Buch hat mich ziemlich oft an "The Gifted - Vergiss dein nicht" erinnert, da beide Geschichten in der gleichen Stadt spielen, die Protagonistinnen das ähnliche Problem bezüglich ihrer Eltern haben und die Auflösung der Geschichte sich ähnelt.
Das Ende hat glücklicherweise keinen Cliffhanger, so dass ich gelassen auf den nächsten Band warten kann, den ich auf jeden Fall lesen werde.
Auch dieses Buch ist wieder etwas für beide Geschlechter, da es viel Action beinhaltet. Lasst euch also nicht vom Buchschnitt abschrecken, Jungs! Auch wenn Thriller auf dem Cover steht, ist das Buch nicht blutig und somit auch etwas für die Zartbesaiteten.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Humor: ♥♥♥♥ 4/5
Spannung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5

♥♥♥♥♥

Ein lustiges, spannendes, aber auch hektisches Buch über Spione, das sowohl Jungen als auch Mädchen lesen können.

Vielen Dank an den Verlag für die zur Verfügungstellung dieses Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 10. Juli 2014

[Celine rezensiert...] Retrum - Der schwarze Schnee


Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Beltz & Gelberg (Februar 2014)
Seitenzahl: 347
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Erster Satz:
"Lieber Julián, seit jedem Sonntag, den es nie hätte geben dürfen, sind bereits drei Jahre vergangen."

Inhalt:
Teuflisch, romantisch und verdammt gothic! Düster, schwarz, gothic – das vereint Christian und die anderen drei Mitglieder von Retrum. Doch um sie herum geschieht Seltsames – ein zweiter Gothic-Clan, der sich satanistischer Symbole bedient, möchte Retrum schaden. Alba, die Anführerin des neuen Clans, ist eifersüchtig auf Christians Beziehung mit Alexia und sinnt auf Rache ...

Meinung:
Die Aufmachung des Buches finde ich sehr schön, da es ab und zu in dem Buch ein paar Zeichnungen gibt und alle Seiten mit schwarzen Farbspritzer verziert sind. Der Titel wird im Buch zwar aufgegriffen, leuchtet mir aber trotzdem nicht so ganz ein.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Christian in der Vergangenheit erzählt und spielt im Spanienin und London der Gegenwart.
Die Gothikgruppe Retrum ist wieder vereint, jedoch gibt es Feinde, die das nicht gerne sehen und satanische Mächte, die einen Keil zwischen die Gruppe treiben wollen. Werden Christian und seine Freunde gegen diese Mächte siegen?
Der Schreibstil ist durchschnittlich und hat wenig Wiedererkennungswert. Die Sätze sind meist lang gehalten, was es manchmal etwas schwer gemacht hat, dem Geschehen zu folgen.
Christian ist fast volljährig, Goth, hängt gerne auf dem Friedhof herum und interessiert sich sehr für Themen wie zum Beispiel die Verfemmung. Von diesem Thema gibt es im Buch oft Passagen, die Infos darüber enthalten. Diese habe ich jedoch meistens übersprungen, da sie mich nicht interessiert haben.
Die Charaktere haben mir bis auf Birdy nicht wirklich gefallen, da sie kaum beschrieben wurden und ich mir so kein genaues Bild von ihnen machen konnte. An einigen Stellen konnte ich auch ihr Handeln nicht richtig nachvollziehen.
Leider habe ich erst beim Lesen gemerkt, dass dieses Buch der zweite Teil einer Reihe ist. Trotzdem habe ich das Meiste ohne Vorwissen verstanden.
Die Geschichte konnte mich emotional nicht wirklich mitreißen und auch spannungstechnisch lässt sie einiges zu wünschen über. Allerdings habe ich das Buch trotzdem auf Grund der sehr kurzen Kapitel schnell gelesen.
An einigen Stellen hatte ich auch das Gefühl, dass der Autor das eigentliche Ziel der Geschichte komplett aus den Augen verloren hat.
Ich habe in anderen Rezensionen zu dem Buch oft gelesen, dass es deprimierend sein soll. Das kann ich jedoch nicht bestätigen.
Das Ende war unerwartet und zufriedenstellend auch wenn es vielleicht etwas abrupt kam.
Das Buch können sowohl weibliche als auch männliche Leser lesen.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥ 3/5
Charaktere: ♥♥ 2/5
Logik: ♥♥♥ 3/5
Spannung: ♥♥♥ 2,5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥ 2/5

♥♥♥

Eine düstere Geschichte, die allerdings ihr Ziel aus den Augen verliert.

Vielen Dank an den Verlag für die zur Verfügungstellung dieses Rezensionsexemplares.

Montag, 2. Juni 2014

[Celine rezensiert...] The Gifted - Vergiss mein nicht


Infos zum Buch:
Fortsetzung: Teil 2 & 3
Sprache: deutsch
Verlag: cbt (Mai 2014)
Seitenzahl: 320
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Zitate:
"Lächelnde Serienmörder, zehn Zentimeter hohe Absätze und ein Mädchen mit einer Begabung für's Lügen? Das versprach interessant zu werden." (Seite 66)

"Ein Gefühlsleser, eine Täuschungsspezialistin, eine Statistikerin mit Koffeinverbot und ich." (Seite 73)

Inhalt:
Die 17-jährige Cassie hat eine ganz besondere Gabe: Sie kann die Persönlichkeit wildfremder Menschen »lesen«. Als das FBI sie deshalb als Profi - lerin rekrutiert, willigt sie sofort ein – bietet sich damit doch die Chance, den Cold Case ihrer Mutter wieder aufzunehmen. Doch kaum hat das Training mit vier weiteren ebenso begabten Jugendlichen begonnen, gerät Cassie ins Fadenkreuz eines Serienkillers – mit dem gleichen Mordmuster wie beim blutigen Verschwinden ihrer Mutter! Jetzt beginnt ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem das junge Team an die Grenzen seiner Fähigkeiten gehen muss, um zu überleben. Doch dann nimmt der Fall eine überraschende Wendung...

Meinung:
Das Cover gefällt mir sehr gut, da im Gegensatz zu anderen Büchern das abgebildete Mädchen wirklich haargenau wir die Protagonistin aussieht. Sogar die Augenfarbe stimmt. Außerdem gibt es viele kleine Details, die das Cover interessant aussehen lassen. Das Absperrband passt auch super genauso wie der Titel.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive und in einigen kurzen Kapiteln aus der Du-Perspektive aus der Vergangenheit erzählt. Sie spielt hauptsächlich in Washington D. C., aber auch in Denver, Quantico und North Oakland in der Gegenwart.
Die Geschichte beginnt damit, dass Cassi im Diner einen Jungen bedient, der ihr eine Visitenkarte vom FBI hinterlässt. Kurz darauf meldet sie sich dort und bekommt einen Angebot dort als Profilerin zu arbeiten, da sie auf diesem Gebiet besonders talentiert ist. Cassie willigt ein, da sie vor vielen Jahren ihre Mutter an einen Mörder verloren hat und anderen Leuten dieses Schicksal ersparen möchte. Doch bald schon schwebt auch sie in Gefahr...
Der Schreibstil war durchschnittlich und nichts Besonderes. Allerdings fand ich es mal interessant, dass einige Kapitel in der Du-Perspektive geschrieben wurden. Das hatte ich bisher noch nicht.
Cassie hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, da sie unkompliziert und sehr mutig, aber nicht zu draufgängerisch war. Ich konnte ihre Gefühle bezüglich ihrer Mutter auch sehr gut nachvollziehen. Die beiden Jungs habe ich am Anfang öfter verwechselt, was zur Verwirrung meinerseits geführt hat, allerdings löste sich dieses Problem mit der Zeit von selbst. Die anderen beiden Mädchen mochte ich auch gerne, aber ich hoffe, dass ihre Charaktere in den Folgebänden noch etwas ausgebaut werden.
Ich hoffe doch, dass das sich entwickelnde Liebesdreieck in der Reihe weiterhin eine eher untergeordnete Rolle spielen wird.
Die Thematik des Buches fand ich sehr interessant. Eigentlich mag ich keine Bücher, in denen es um Ermittlungen geht, aber dieses Buch war eine gute Mischung aus Krimi, Thriller und Jugendbuch, so dass es mir doch sehr gut gefallen hat.
Mit der Auflösung des Rätsels hätte ich nie gerechnet, aber als ich im Nachhinein darüber nachgedacht habe, hat es durchaus Sinn ergeben.
Emotional war die Geschichte nur teilweise, wenn es um Cassie und ihre Mutter ging. Ansonsten blieb sie etwas flach. 
Das Buch können sowohl Mädchen als auch Jungs lesen, da es wenig Romantik und etwas Action gibt.
Es gibt zwar keinen Cliffhanger und das Buch ist bis auf ein paar kleine Sachen in sich abgeschlossen. Trotzdem freue ich mich sehr auf den nächsten Teil.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 3,5/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 4,5/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 3,5/5

♥♥♥♥♥

Eine gute Mischung aus Krimi, Thriller und Jugendbuch. 

Samstag, 31. Mai 2014

[Celine rezensiert...] Seit du tot bist


Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Heyne (Mai 2013)
Seitenzahl: 480
Altersempfehlung: ab 13 Jahren

Erster Satz/Zitat:
"Ich kann es nicht fassen, dass ich in diese Situation geraten bin. Ich bin fast vierzig, eine verheiratete und seriöse ehemalige Autorin  und Dozentin - und gleich wird man mich schnappen, nachdem ich mit einem Mann, der nicht mein Ehemann ist, in ein Haus eingebrochen bin." (Seite 255)

Inhalt:
Die Hoffnung lebt – und wird dich zerstören
Gens Tochter kam vor acht Jahren tot zur Welt. Nun steht eine fremde Frau vor ihrer Tür und behauptet, dass sie lebt. Dass alle bei der Geburt Anwesenden gekauft waren, damit jemand Gen ihr Baby wegnehmen konnte. Zunächst hält Gen das für einen geschmacklosen Scherz. Aber etwas in ihr sagt ihr, dass die Frau die Wahrheit sagt, und eine trügerische Hoffnung keimt in ihr auf. Aber wer sollte so etwas tun, falls es tatsächlich wahr ist? Es kann nur jemand aus ihrem engsten Umfeld gewesen sein ...

Meinung:
Das Cover gefällt mir gut, da es auf die Geschichte neugierig macht. Der Titel ist auch sehr gut gewählt.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive aus der Gegenwart erzählt. Sie spielt hauptsächlich in Oxford, aber auch in Somerset, Enshott und Shepton Longchamp in der Gegenwart.
Die Geschichte beginnt damit, dass Art, der Mann von Gen, Gen dazu drängt der künstlichen Befruchtung noch eine Chance zu geben. Acht Jahre zuvor hatte Gen eine Totgeburt und leidet immer noch sehr darunter. Eines Tages steht eine fremde Frau vor ihrer Tür und behauptet, dass die Totgeburt am Leben ist und dass Gens Mann darin verwickelt sein soll. Dieser streitet jedoch alles ab. Wen kann Gen trauen noch?
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Er hat mich quasi in die Geschichte hineingesogen.
Die Namen der Protagonisten fand ich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, habe mich aber nach einiger Zeit daran gewöhnt. Gen war mir sehr sympathisch, da ich sie sehr gut verstehen konnte bezüglich ihrem Baby. Lorcan war mir anfangs ziemlich unsympathisch. Jedoch hat sich dies geändert, da nicht alles so war, wie es zu Beginn schien. Bei Art war ich mir immer unsicher, ob man ihm trauen kann oder nicht. Auf jeden Fall waren alle Charaktere gut entwickelt und wirkten nicht flach.
Schon nach den ersten paar Kapiteln wurde das Buch richtig spannend. Da so gut wie gar kein Blut fließt, ist dieser Thriller auch etwas für Zartbesaitete. Das ändert jedoch nichts an der Spannung.
Logisch war das Buch auch auf jeden Fall. Ich konnte alles gut nachvollziehen. Gut war auch, dass es manchmal kleine Zusammenfassungen in den Dialogen gab. So konnte man sich noch einmal einen guten Überblick über das, was bis dahin passiert ist, verschaffen.
Sehr toll fand ich auch, dass die Geschichte sehr real gewirkt hat. Ich kann mir gut vorstellen, das so eine Geschichte schon öfter in der Realität passiert ist.
Das Ende war grandios, da ich damit überhaupt nicht gerechnet hätte und es bis zur letzten Minute aufregend blieb. Es gab sogar so etwas wie einen kleinen Cliffhanger.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ 5/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 5/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥♥ 5/5

♥♥♥♥♥

Ein super spannender Psychothriller mit tollen Charakteren und einer sehr realistischen Handlung.

Mittwoch, 16. April 2014

[Celine rezensiert...] Fünf

Band 1

Band 2
Infos zum Buch:
Fortsetzung: Blinde Vögel
Sprache: deutsch
Verlag: Wunderlich (Februar 2012)
Seitenzahl: 384
Altersempfehlung: ab 15 Jahren

Erster Satz/Zitat:
"'Ich werde Ihnen verraten, wie es sein wird. Erst werden Sie lügen. Danach werde Sie die Wahrheit sagen. Und am Ende werden Sie sterben."(Seite 220)

Inhalt:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

Meinung:
Das Cover zeigt die Kuhwiese, auf der die Geschichte beginnt und die erste Leiche gefunden wurde. Somit passt es gut zur Geschichte. Der Titel passt ebenfalls sehr gut, ist aber erst nach der Beendigung des Buches nachvollziehbar.
Die Geschichte wird einem personalen Erzähler in der Vergangenheit berichtet, der sich hauptsächlich auf Beatrice beschränkt. Sie spielt im Salzburg der Gegenwart.
Die zweifache Mutter und Ermittlerin Beatrice Kaspary und ihr Team finden eine Frau ermordet auf einer Kuhweide mit eintätowierten Koordinaten auf der Fußsohle. Diese Koordinaten führen sie zu dem Spiel Geocaching, weiteren Leichenteilen, neuen Koordinaten und Rätseln. Der Fall scheint unlösbar und plötzlich wird Beatrice selber zum Opfer...
Den Schreibstil fand ich wie bei den anderen Büchern, die ich von der Autorin gelesen habe, echt toll. Man kann sich genau alles Vorstellen, auch wenn man bei dieser Geschichte auch gerne manchmal darauf verzichten würde.
Beatrice war mir sympathisch und ich konnte im Gegensatz zu den Ermittlern in anderen Thrillern eine starke Bindung zu ihr aufbauen, da man als Leser auch viel von ihrem Privatleben erfährt, was auch nicht ganz ohne ist. Sie scheint auch etwas zu verheimlichen, was alles noch spannender macht. Den Inhalt des Geheimnis fand ich super, sofern man so etwas als gut bezeichnen kann. Florin, ein Kollege von Beatrice, hätte ich mir manchmal etwas präsenter in der Geschichte gewünscht. Ich bin gespannt, was aus den Beiden werden wird und ob Florin wohl seine Freundin für Beatrice aufgeben wird.
Die Thematik des Geocachings fand ich sehr interessant, da ich mich zuvor auch noch nicht wirklich damit auseinandergesetzt habe. Man bekommt einen guten Einblick mit hinreichenden Erklärungen und nach dem Beenden des Buches kann ich behaupten, mich gut mit der Thematik auszukennen. 
Spannend war das Buch von der ersten Seite an. Es hat sich immer mehr gesteigert und ist erst auf den letzten paar Seiten wieder abgeflacht. Im letzten Drittel konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Die Auflösung des ganzen Rätsels war für mich unvorhersehbar, dennoch richtig einfallsreich und sehr gut nachvollziehbar. 
Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥♥ 4,5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ 5/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 5/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥♥ 4,5/5

♥♥♥♥♥

Ein sehr spannender Thriller mit einer sehr sympathischen Ermittlerin, einer interessanten Thematik und einer unerwarteten Auflösung.