Posts mit dem Label 4 Herzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 4 Herzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 13. November 2015

[Celine rezensiert...] Red at Night von Katie McGarry





Fortsetzung: keine
Verlag: Harlequin (April 2014)
Sprache: englisch
Seitenanzahl: 84
Altersempfehlung: ab 14
Einband: ebook
Preis: € 0,00 [D]





Zitat:
"'Thank you, Jonah. [...] For showing me that people can change. Even it is one person out of a million.'" (Seite 70)

Inhalt:
In Red at Night, Stella and Jonah are total opposites. She's the girl with purple hair from the wrong part of town. He's a high school senior who hangs with the cool crowd. Until a car accident leaves him haunted by guilt, and Jonah starts spending time at Stella's favorite refuge…the local cemetery.
Stella knows she should keep her distance—after all, she spent her girlhood being bullied by Jonah's friends. Once he's sorted out his tangled emotions, Jonah won't have time for her anymore. Too bad she's already fallen for him….

Meinung:
Ich bin durch Zufall  auf dieses Buch gestoßen, da man es für kurze Zeit kostenlos bei Amazon runterladen konnte. Da ich auch nicht wusste, worum es geht, war ich anfangs etwas verwirrt, da ich die Geschehnisse nicht ganz einordnen konnte.
Stella wurde früher immer gemobbt, weil sie aufgrund ihrer ärmlichen Verhältnisse nicht zu den anderen gepasst hat. Auch heute passt sie mit ihrer ungewöhnlichen Haarfarbe nicht dazu. Durch einen Zufall trifft sie Jonah, den besten Freund des beliebtesten Typen der Schule, auf dem Friedhof. Da sie sich über die Sommerferien sehr verändert hat, erkennt Jonah sie nicht sofort. Beide unterhalten sich und Jonah ist wie verzaubert von ihr.
Ich mochte beide Charaktere ziemlich gerne und sie sind mir, obwohl das Buch relativ kurz war, ein Stückchen ans Herz gewachsen, da ich sehr viel über die persönlichen Hintergründe erfahren habe, die es echt in sich haben. Gerade deshalb hat mir aber auch das Buch gefallen, weil es sich mit ernsten Themen wie Familiendramen, die Kluft zwischen arm und reich und dem Tod und den Umgang mit ihm beschäftigt. Schade war nur, dass die Geschichte relativ kurz war.

Bewertung: 
Aufmachung: ♥♥♥ 3/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 5/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥ 3/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5


♥♥♥♥ 

Ein Buch, dass mich unerwarteterweise sehr mit seiner Tiefe und Message beeindrucken konnte.

Dienstag, 15. September 2015

[Celine rezensiert...] Pink Elephant Cooking - Vegane Rezepte & Yogi-Weisheiten





Verlag: Südwestverlag (März 2015)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 144
Schwierigkeitsgrad: leicht
Einband: Broschur
Preis: € 19,99 [D]







Inhalt:
Pink Elephant Cooking heißt Obst und Gemüse so zuzubereiten, dass es köstlich schmeckt und dem Körper Energie gibt. Die Rezepte von Pink Elephant sind: vegan, zuckerfrei, sojafrei, rohkostreich, Superfood-gespickt und Freestyle. Flippo und Heather, selbst Yoga-Trainer, führen mit ihren Gerichten durch den Yogi-Alltag: von Kitchen-Must-Haves wie Liebe, Öle, Gewürze, Kräuter, Pestos, Saucen und einer guten Vorratskammer zum Yogi-Breakfast aus Shakes, Fruit Smoothies und Green Smoothies bis hin zu Live Food und Raw Food. Leckere Gerichte für die Off Days sind genauso mit dabei wie göttlich Süßes und Menüs für Freunde. Fotografiert werden die Koch- und Yogasessions von Mike Meyer, einem bekannte Fotograf aus Berlin.

Meinung:
Das Buch hat mich vorallem aufgrund des Covers angesprochen, da es so farbenfroh und kreativ aussieht. Die kreative Gestaltung zieht sich durch's ganze Buch und beeindruckt auf jeder Seite wieder neu. Bis jetzt habe ich noch nie ein so toll gestaltetes Kochbuch gesehen, obwohl es manchmal schon etwas too much und zu durcheinander ist.
Es beginnt mit einer kurzen Einleitung über das Zusammenspiel von Yoga und Ernährung. Allerdings war es das dann auch schon fast wieder mit den Yogaweisheiten, was ich sehr schade finde, da ich mich zur Zeit auch für Yoga interessiere und gerne mehr darüber gelernt hätte.
Ebenso negativ ist der unangenehm künstliche Geruch, der einem entgegenschlägt, wenn man das Buch öffnet.
Dem werden wiederum außergewöhnliche Rezepte entgegengesetzt, die ich so zuvor noch nicht gesehen habe wie zum Beispiel süßer Curryreis als Frühstück. Viele Rezepte sind asiatisch angehaucht und somit für echte Asia-Fans ein muss. Obwohl ich davon nicht so der Fan davon bin, sind trotzdem ein gutes Dutzend Rezepte auf meine To-Do-Liste gewandert.
Die Rezepte sind allesamt sehr einfach nachzukochen und erfordern nur wenig Küchenerfahrung.
Gut gefällt mir außerdem, dass oft Dinge wie zum Beispiel die Herkuft von Quinoa erklärt wird. Somit ist es für ebenso für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene gut geeignet, da diese auch noch einige neue Dinge lernen.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Durchführbarkeit: ♥♥♥♥ 4/5
Endprodukt: ♥♥♥♥ 4/5


♥♥♥♥

Ein Kochbuch, das leider weniger mit Yoga-Weisheiten, dafür aber mit außergewöhnlichen Rezepten dienen kann.

Dienstag, 30. Juni 2015

[Celine rezensiert...] Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte von Jessica Park





Fortsetzung: Fall out Matt, Fall out Celeste 
Verlag: Loewe (Juli 2014)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab 14
Einband: Hardcover
Preis: € 17,95 [D]





Erster Satz:
"Julia Seagle" starrte das Gebäude vor sich an uns schwor, nie wieder eine Wohnung über Craiglist zu mieten."

Inhalt:
Julie kann es nicht fassen: Statt die ersten Tage am College zu genießen, beaufsichtigt sie plötzlich eine 13-Jährige, die keinen Schritt ohne die lebensgroße Pappfigur ihres Bruders Finn unternimmt. Zugegeben, ihres sehr gut aussehenden Bruders Finn. Der befindet sich zwar gerade auf Weltreise, schreibt aber E-Mails, die Julies Knie butterweich werden lassen. Doch wieso zögert er seine Rückkehr immer weiter hinaus? Weshalb stört sich niemand an seinem platt gedrückten Doppelgänger? Und verliebt Julie sich tatsächlich gerade in eine Pappfigur?

Meinung:
Obwohl der Klappentext sehr interessant klingt, wirkt er sehr kindisch, obwohl die Geschichte überhaupt nichts kindisches an sich hat. Mich haben nur die vielen positiven Rezensionen dazu bewegt, dieses Buch zu kaufen.
Das Cover gefällt mir richtig gut und auch beide Titel passen perfekt zur Geschichte.
Der erste Eindruck war sehr befremdlich, da die Geschichte von einem personalen Erzähler berichtet wird und die Protagonistin am Anfang mit vollem Namen angesprochen wird. Dies wirkte sehr distanziert, weshalb ich erstmal ein paar viele Kapitel gebraucht habe, um diese Distanz zu überwinden. Im weiteren Verlauf der Geschichte bessert sich der Schreibstil aber.
Julie hat gerade die Highschool abgeschlossen und möchte nun in Boston studieren. Durch einen dummen Zwischenfall ist sie beim Mieten ihrer Wohnung auf einen Betrüger hereingefallen und muss nun bei der Familie der Freundin ihrer Mutter wohnen, in deren Haushalt einiges nicht ganz normal zu sein scheint. Anfangs kam mir Julie ein bisschen nervig vor, da ihre Art ein bisschen tussimäßig und sie an sich sehr oberflächlich ist. Ich habe mich jedoch schnell daran gewöhnt und es hat mich nicht weiter gestört. Besonders ihr Umgang mir Celeste hat mich dann doch ihr gegenüber positiv gestimmt.
Matt ist das "Sandwichkind" in Julies neuer Familie. Er studiert Mathe und Physik und scheint ein echter Nerd zu sein. Ihn mochte ich sehr gerne, da er sich aufopferungsvoll um seine kleine Schwester kümmert und für sie alles stehen und liegen lässt. Am anfang haben mich jedoch seine Gespräche mit Julie genervt. Sie waren sehr sarkastisch und unbeholfen. Zum Glück hat sich ihre Beziehung im Laufe der Geschichte um einiges verbessert und auch ihre Unterhaltungen sind lockerer und viel witziger geworden. Besonders das Telefongespräch an Silvester hatte es in sich. Ich bin aus dem Lachen gar nicht mehr rausgekommen.
Finn ist Matts älterer Bruder und befindet sich auf einer Weltreise. Er ist sehr engagiert, da er bei vielen Hilforganisationen rund um den Globus arbeitet. Ihn mochte ich von Anfang an am meisten, da wir viel gemeinsam haben und ich mich deshalb gut mit ihm identifizieren konnte. Auch die Chats mit Julie haben ihn mir immer sympathischer gemacht.
Aufgrund der Geheimnisse, die Julies neue Familie offenbar verheimlicht, bleibt die Geschichte spannend. Auch die Hintergründe der Pappfigur, die man immer nur scheibchenweise serviert bekommt, tragen dazu bei.
Jedoch haben mir die Statusmeldungen, die meistens am Anfang der Kapitel standen nicht gut gefallen. Ich fand sie unnötig, da sie nichts zur Geschichte beigetragen haben und teilweise verwirrend waren.
Die Auflösung des Rätsels um Finn und seinen Pappzwillig fand ich sehr gut und auch etwas überraschend, aber dennoch sehr zufriedenstellend.
Da mir dieses Buch gut gefallen hat, denke ich, dass ich auch die nächsten Teile lesen werde.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 3,5/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Humor: ♥♥♥ 3/5
Spannung: ♥♥♥♥ 4/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5

♥♥♥♥


Eine Geschichte über eine Pappfigur, hinter der mehr als erwartet steckt, die mit liebenswürdigen Charakteren und unerwarteter Tiefe überzeugt. 

Sonntag, 31. Mai 2015

[Celine rezensiert...] A little too much von Lisa Desrochers





Fortsetzung: A little too hot
Verlag: dtv (Mai 2015)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 464
Altersempfehlung: ab 15
Einband: Taschenbuch
Preis: € 9,95 [D]





Zitat:
"'Kommst du jetzt in die Hölle?' [...] 'Ja, wahrscheinlich.' [...] 'Gut, dann kannst du mich gleich mitnehmen.'" (Seite 394)

Inhalt:
Hilary, 20, möchte nichts lieber, als ihre Vergangenheit inklusive Alessandro Moretti vergessen. Sie meint, ihr Leben im Griff zu haben, als Alessandro plötzlich wieder vor ihr steht. Noch attraktiver als früher kommt er ihr gefährlich nahe. Ihm kann sie nichts vormachen, er ahnt, dass sie ein Geheimnis hat. Hilary merkt, dass sie dabei ist, sich wieder in ihn zu verlieben. Sie muss sich entscheiden: Wahrheit oder Lügen – Vergangenheit oder Zukunft?


Meinung:
Das Cover gefällt mir leider nicht ganz so gut, da die Protagonisten komplett anders im Buch beschrieben werden, als sie auf dem Cover zu sehen sind. Hillary hat zum Beispiel kaffeebraune Haut und eine Haarkrause, die fast an einen Afro erinnert. Da gefällt mir das Cover vom ersten Band besser.
Die Geschichte wird von Hilary aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt und spielt im New York der Gegenwart.
Der Schreibstil ist sehr locker, wie auch schon im ersten Band, weshalb sich die Geschichte sehr schnell lesen lässt. Teilweise benutzt Hilary sehr unanständiges Vokabular, das an einigen Stellen leider etwas plump und unpassend wirkt.
Hilary ist zwanzig Jahre alt und träumt davon am Broadway Theaterstücke aufzuführen. Leider hat sie bei den Castings immer Pech, hofft aber, dass ihr Freund, der um einiges erfolgreicher ist als sie und mit dem sie nur wegen des Sex zusammen ist, ein gutes Wort für sie einlegen kann. Sie hatte eine sehr schwere Kindheit, die sie immer noch verfolgt. Auch nachdem ich das Buch beendet habe, weiß ich nicht so genau, ob ich sie mögen soll oder nicht. Sie ist teilweise sehr oberflächlich und lebt in den Tag hinein, ohne ihn sinnvoll zu nutzen. Andererseits hat sie auch Stärke bewiesen und war sehr nachsichtig mit Alessandro.
Alessandro, den wir schon aus dem ersten Band kennen, stand kurz vor seiner Priesterweihe, als ihm aufgefallen ist, dass dieses Amt doch nichts für ihn ist und er seine Schuld, die er über die Jahre angehäuft hat, nicht damit begraben kann. Er beschließt einige "Dämonen" aus seinem alten Leben zu bannen. Hilary ist einer davon, da sie ihm früher sehr wichtig war und er sie sehr verletzt hat. Alessandro ist im Gegensatz zu Hilary pflichtbewusst, versucht aus seinem Tag das Beste zu machen, in dem er Jugendlichen hilft, die auf die schiefe Bahn geraten sind und geht mit sich aufgrund seiner früheren Taten sehr hart ins Gericht. Er hat mir besser als im ersten Teil gefallen, da ich viele seiner Geheimnisse endlich erfahren habe und seine Handlungen und die Gründe dahinter viel besser nachvollziehen konnte.
Die Annäherung der beiden hat mir sehr gut gefallen, da sie nicht zu schnell von statten geht, wie bei vielen Büchern im Genre Young Adult leider der Fall ist. Es gibt immer wieder prickelnde Momente, aus denen sich einer der beiden jedoch wieder zurückzieht. Aus diesem Grund konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe immer darauf gelauert, dass endlich etwas entscheidendes passiert und wurde im zweiten Teil des Buches schließlich belohnt.
Da aufgrund Hilarys und Alessandros komplizierter Vergangenheit viele ernste Probleme angesprochen werden, ist das Buch teilweise sehr emotional und hat mir einige Male Tränen in die Augen getrieben. Allerdings gab es auch viele lustige und fröhliche Momente, bei denen ich mitlachen konnte.
Auch wenn das Buch ein zweiter Teil einer Reihe ist, so kann man es auch als Einzelband lesen, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Möchte man allerdings die ganze Reihe lesen, so würde ich empfehlen mit dem ersten anzufangen, da man sich sonst selbst spoilert. Auf den dritten Teil bin ich auch schon gespannt, obwohl er meines Erachtens nach nichts mit dem Geschehen der bisherigen Reihen zu tun hat.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥ 3/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Humor: ♥♥♥♥ 4/5
Spannung: ♥♥♥♥ 4/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥♥ 4,5/5
♥♥♥♥

Dieses Buch konnte mich aufgrund seiner vielen Schicksalsschläge emotional mitreißen. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Eine deutliche Verbesserung zum ersten Teil.

Mittwoch, 21. Januar 2015

[Celine rezensiert...] Das Geheimnis der Monduhr von Amanda Brooke





Fortsetzung: keine
Verlag: Goldmann (Januar 2013)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 368
Altersempfehlung: ab 14
Einband: Taschenbuch
Preis: € 9,99 [D]






Zitat:
"'Aus und vorbei', schluchzte Holly. 'Die Monduhr hat gewonnen.' 'Ich wollte, es wäre so, aber es ist noch nicht vorbei, Holly. Der größte Kampf steht dir noch bevor.'" (Seite 283)

Inhalt:
Das Geschenk der Monduhr ist ein Blick in die Zukunft – doch was, wenn du siehst, dass du dich zwischen deinem Leben und dem deines Kindes entscheiden musst?
Die Bildhauerin Holly und ihr Mann Tom sind von London in das malerische Städtchen Fincross gezogen und machen sich mit Feuereifer daran, sich in ihrem neuen Heim, dem Torhaus eines ehemals herrschaftlichen Landsitzes, einzurichten. Doch als sie in dem verwilderten Garten eine seltsame Vorrichtung finden, ändert sich für Holly alles. Die Monduhr ermöglicht ihr einen Blick in die Zukunft – und was sie sieht, stellt Holly vor eine furchtbare Entscheidung: Sie wird schwanger werden und eine kleine Tochter zur Welt bringen, das Kind, das Tom sich immer gewünscht hat. Doch der Preis ist hoch, denn das Gesetz der Monduhr fordert ein Leben für ein Leben …

Meinung:
Der Titel gefällt mir im Gegensatz zu dem englischen "Yesterday's sun" sehr gut, da er das Kernproblem der Geschichte beschreibt. Allerdings hätte ich mir ein anderes Cover gewünscht zum Beispiel eines mit einer Monduhr oder Hollys Skulptur, da der Himmel ziemlich nichtssagend ist.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler in der Vergangenheit erzählt und spielt in London und Fincross in der Gegenwart.
Das Buch habe ich mir damals gekauft, weil Kossi es so sehr gelobt hat und ich es dann natürlich UNBEDINGT haben musste. Nachdem es jetzt ungefähr zwei Jahre auf meinem SuB gelegen hat, habe ich es endlich gelesen. Allerdings habe ich es nur begonnen, um es endlich von meinem SuB zu haben, weshalb es mir anfangs etwas schwer fiel mich auf die Geschichte einzulassen. Der vermeintliche Spoiler im Prolog hat die ganze Sache nicht besser gemacht, da ich dachte, dass ich ja eh schon weiß, wie es ausgeht. Dachte ich.
Holly ist in den Dreißigern und von Beruf her Bildhauerin. Von Babys hält sie nicht viel und als ihr Mann sie auf die Kinderplanung anspricht, ist sie zunächst sehr überfordert, da sie denkt, dass sie den selben Fehler wie ihre Mutter machen und ebenfalls eine schlechte Mutter sein wird. Holly war mir zu Beginn der Geschichte nicht sehr sympathisch, da sie sich gerne selber bemitleidet, extrem neugierig ist und öfter mal auf dem Schlauch steht. Im weiteren Verlauf der Geschichte gefiel sie mir aber aufgrund ihrer Interaktionen mit ihrer Tochter immer besser. Ich konnte ihre Gefühle vollkommen nachvollziehen und bin froh, dass ich nicht an ihrer Stelle bin.
Obwohl nicht sehr viel spannendes in dem Buch geschieht, wird die Geschichte aufgrund der Entscheidung die Holly treffen muss sehr interessant. Ihr Zwiespalt regt zum Nachdenken darüber an, welchen Einfluss die Entscheidungen, die wir treffen, auf andere haben können.
Störend fand ich die langen Kapitel, die meistens um die 30 Seiten umfassten, da ich gerne Kapitel zu ende lese, aber nicht immer Zeit hatte, um so viele Seiten am Stück zu lesen.
Das Ende hat mir richtig gut gefallen, da ich, wie am Anfang schon erwähnt, dachte, dass ich weiß, wie es ausgeht. Allerdings kam alles anders, als ich dachte. Die letztendliche Lösung von Hollys Problem finde ich sehr toll. Ich hätte mir kein besseres Ende wünschen können.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 3,5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥♥ 4/5
Spannung: ♥♥♥ 3/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5 

♥♥♥♥

Eine SuB-Leiche mit einem vermeindlichen Spoiler im Prolog, die sich jedoch als große Überraschung entpuppt.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

[Celine rezensiert...] To All the Boys I've Loved Before von Jenny Han





Fortsetzung: keine
Verlag: Simon & Schuster Books for Young Readers (April 2014)
Sprache: englisch
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab 14
Einband: Taschenbuch
Preis: € 7,75 [D]




Erster Satz:
"I like to save things."

Inhalt:
What if all the crushes you ever had found out how you felt about them…all at once?
Lara Jean Song keeps her love letters in a hatbox her mother gave her. They aren’t love letters that anyone else wrote for her; these are ones she’s written. One for every boy she’s ever loved—five in all. When she writes, she pours out her heart and soul and says all the things she would never say in real life, because her letters are for her eyes only. Until the day her secret letters are mailed, and suddenly, Lara Jean’s love life goes from imaginary to out of control.

Meinung:
Das Buch war ein absoluter Cover- & Titelkauf. Erst im Nachhinein habe ich mich über den Inhalt informiert und war sehr zufrieden, da mir das Thema sehr zugesagt hat und es nach einer neuen Idee klang.
Die Geschichte wird von Lara Jean aus der Ich-Perspektive berichtet und spielt in den USA in der Gegenwart.
Das verwendete Englisch ist ziemlich simpel. Deshalb würde ich jedem raten, das Buch zu lesen, der ein halbwegs gutes Schulenglisch vorzeigen kann. 
Lara Jean ist ziemlich mädchenhaft, verträumt und hat totale Angst davor, alleine Auto zu fahren. Ihre ältere Schwestern Margot, die die Mutterrolle für Lara Jean und ihre jüngere Schwester Kitty übernomme hat, zieht nach Schottland, um dort zu studieren. Demnach muss Lara Jean die Mutterrolle ausüben. Sie wächst an ihren Aufgaben und wird verantwortungsbewusster. Ich mochte sie sehr gerne, obwohl ich die ersten hundert Seiten bei der Erwähnung ihres Namens fast würgen musste. Ich bin nicht so der Fan von Doppelnamen... Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und verstehen, wie peinlich es ihr seien musste, als alle ihre Liebesbriefe abgeschickt wurden.
In diesem Buch werden hauptsächlich die unterschiedlichen Beziehungen zu Freunden, der Liebe und der Familie behandelt und wie diese sich auf einmal ändern können.
Die Richtung, die die Geschichte eingeschlagen hat und Lara Jeans Entscheidung, bezüglich der Jungs hat mir sehr gut gefallen. Es gab dadurch einige Momente zum Schmunzeln, aber auch einige zum traurig sein und hoffen.
Das Buch ist für jede Jahreszeit geeignet, da es sowohl in den Sommerferien als auch in der Weihnachtszeit spielt.
Das Ende war sehr zufriedenstellend, da es keinen Cliffhanger gibt und die meisten Fragen geklärt sind. Das einzige, was mich noch interessieren würde, ist was aus dem Jungen wird, für den sie sich nicht entschieden hat.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥♥ 3,5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 5/5
Humor: ♥♥♥♥ 3,5/5
Spannung: ♥♥♥♥ 3,5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5 

♥♥♥♥



"To all the boys I've loved before" ist aufgrund des einfachen Schreibstiels ein gutes Buch um in das englische Lesen einzusteigen und beschäftigt sich mit den auftretenden Problemen in der Familie und im Freundeskreis, wenn man erwachsen wird.

Sonntag, 23. November 2014

[Celine rezensiert...] Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan

Infos zum Buch:
Fortsetzung: ???
Sprache: deutsch
Verlag: Fischer FJB (März 2014)
Seitenzahl: 400
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Zitat:
"Obwohl ich jeden Morgen in einem anderen Körper aufwache, hatte ich bisher immer das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Das Gefühl habe ich jetzt absolut nicht mehr. Jetzt sind noch andere Menschen beteiligt." (Seite 107)

Inhalt:
Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe – und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?

Meinung:
Ich habe mich sooo sehr auf dieses Buch gefreut und wollte es unbedingt haben, als es rausgekommen ist, da es mich erstens vom Inhalt sehr angesprochen hat und zweitens so sehr in den Himmel gelobt wurde. Als ich es dann von meinen lieben Unicorns zum Geburtstag bekommen habe, traute ich mich aber nicht es zu lesen, da ich es mir für eine gute Zeit aufheben wollte, in der ich mich voll und ganz auf das Buch konzentrieren kann. Gleichzeitig hatte ich Angst davor, dass mir das Buch nicht gefallen würde, da mir das schon mit anderen gehypten Büchern passiert ist. Diese Angst war letztendlich aber unbegründet.
Sowohl den englischen und deutschen Titel als auch beide Cover find ich sehr toll, da beides in gleicherweise zur Geschichte passt.
Die Geschichte wird von A aus der Ich-Perspektive berichtet und spielt unter anderem in Maryland, Laurel, Baltimore und Anapolis in der Gegenwart.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er sich gut lesen lässt. Die kurzen Kapitel tun ihr übriges und man ist schnell mit dem Buch durch.
Die beiden Protagonisten A und Rhiannon waren beide sehr tiefgründig und sehr sympathisch, da A beispielsweise den Menschen, in deren Körper er steckt, bei ihren Problemen helfen möchte, sich aber zurückhält, da es ja nicht sein Leben ist. Rhiannon ist sehr ehrlich und verständnisvoll gegenüber A, auch was ihre Gefühle angeht. Ihren inneren Konflikt bezüglich A konnte ich sehr gut nachvollziehen. Auch die Einzelschicksale der Personen, in die A geschlüpft ist, waren alle sehr unterschiedlich und interessant.
Was mich sehr beeindruckt hat, war, dass dieses Buch sich von den üblichen Jugendbüchern abhebt, die meist immer nach dem gleichen Strickmuster verlaufen. Die originelle Idee mit dem Körperwechsel habe ich bis jetzt nur in einem anderen Buch vorgefunden, das aber weit schlechter umgesetzt wurde als dieses hier. Allerdings haben mir manchmal die Erklärungen gefehlt. Man erfährt zum Beispiel erst zum Ende des Buches, warum A nur innerhalb der USA in andere Körper schlüpft.
Das Ende hätte ich nicht so erwartet. Ich hatte mit einem typischen Happy End gerechnet, aber das Ende war ziemlich traurig, hat aber gleichzeitig dazu geführt, dass ich A noch mehr mochte. Es hat keinen Cliffhanger, trotzdem bin ich auf den nächsten Teil gespannt.
Ich kann dieses Buch sowohl männlichen als auch weiblichen Lesern ans Herz legen, da es sowohl ein bisschen Liebe als auch ein paar Konflikte und eine kleine Prügelei gibt.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ 5/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 5/5
Logik: ♥♥♥♥ 4/5
Spannung: ♥♥♥♥ 4/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5 

♥♥♥♥

Wer ein originelles, tiefgründiges Buch lesen möchte, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Dienstag, 2. September 2014

[Celine rezensiert...] Niemand liebt November


Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Oetinger (August 2014)
Seitenzahl: 432
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Zitat:
"Der Tag an dem du deine Eltern findest, wird dein letzter sein." (Seite 37)

"'Wolf Lark ist vor elf Jahren verschwunden', flüsterte er. 'Katja' ist vor sechs Jahren verschwunden. Und wenn du nicht aufpasst, November, wirst du die nächste sein, die verschwindet." (Seite 61)

Inhalt:
Schatten der Vergangenheit: ein Spiel um Leben und Tod. Kurz vor Ambers sechstem Geburtstag verschwanden ihre Eltern auf unerklärliche Weise. Jetzt ist Amber, die eigentlich November heißt, 17 Jahre alt und glaubt, eine Spur zu haben. Doch was hat es mit dem Jungen auf sich, der in dem erleuchteten Zelt ein Buch liest, sich aber in Luft auflöst, sobald sie sich ihm nähert? Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, und der immer für sie da zu sein scheint? Steckt er vielleicht sogar hinter den anonymen Drohungen, die sie erhält? Amber muss sich entscheiden: zwischen ihrer zerstörerischen Vergangenheit und dem Aufbruch in die Zukunft. Ein großer Roman von Antonia Michaelis: eine starke, zugleich verletzliche Heldin inmitten mörderischer Geheimnisse, soghaft zwischen Traum und Realität und atemlos spannend.

Meinung:
Erst durch das Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Die Farben harmonieren wunderbar miteinander. Zudem wirkt es sehr geheimnisvoll und düster, womit es sehr gut zur Geschichte passt.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler aus der Vergangenheit berichtet, der sich meistens nur auf November beschränkt. Am Ende jedes Kapitels beschränkt sich der Erzähler auf Katja. Die Geschichte spielt an einem unbekannten Ort in der Gegenwart.
November wurde mit sechs Jahren von ihren Eltern ohne Erklärung in der Wohnung alleine zurückgelassen. Sie machte sich zusammen mit ihrer Katze auf den Weg, um ihre Eltern zu suchen. Dabei wurde sie von der Polizei entdeckt und von einer Pflegefamilie in die nächste gegeben. Als sie siebzehn ist, haut sie erneut aus einem Heim ab und setzt ihre Suche fort. Kurz nach ihrem Ausbruch bekommt sie Drohbriefe von jemandem, der ihr folgt und der sie umbringen will. Und dann ist da noch der Junge mit dem Buch in dem Zelt, der immer wieder auftaucht und verschwindet...
Als allererstes muss ich mal den Klappentext kritisieren. "Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt [...]". In der Geschichte ist anfangs nie die Rede davon, dass sie sich von ihm angezogen fühlt. Dieser Satz klingt nach einer kitschigen Liebesgeschichte, die dieses Buch jedoch bei Weitem nicht beinhaltet. "[...] atemlos spannend." Es war leider eher das Gegenteil der Fall, da in der Mitte des Buches kaum etwas passiert ist und sich die Geschichte trotz der Drohbriefe etwas in die Länge zog. 
Der Schreibstil ist wie bei "Der Märchenerzähler" wirklich etwas besonderes. Er wirkt sehr märchenhaft, da die Autorin fast in jedem Satz Metaphern verwendet und oft Dinge beschreibt, die so gar nicht passieren könnten. Trotzdem versteht man als Leser sehr gut, was sie damit rüberbringen will. 
November ist 17 Jahre alt, liest gerne, hat keinen Schulabschluss und ist es gewohnt um sich zu beißen und zu treten. Obwohl sie den Jungen in dem Zelt nicht kennt, ist sie in ihn verliebt. Trotz ihrer Stärke und ihres Mutes ist sie verletzlich, lässt sich aber nicht unterkriegen. Anfangs mochte ich November ganz gerne, da sie mir ziemlich Leid tat und wir in etwa die selben Interessen haben. Ihre zweite Identität, Lucy, die sie sich zugelegt hat, habe ich aber überhaupt nicht leiden können. Sie hat mich oft wütend gemacht, da sie Katja ziemlich oft verletzt hat, obwohl er so freundlich zu ihr war. Zum Ende hin, hatte ich allerdings wieder Mitleid mit ihr. Katja, heißt eigentlich gar nicht Katja. Trotzdem nennt jeder ihn so, da er diesen Namen als Tätowierung am Hals trägt. Er ist der Barbesitzer des Bottled und ist oft sehr nett zu November. Er kümmert sich zuerst wiederwillig um sie, ist dann aber fast schon so fürsorglich wie ein Vater. Katja mochte ich ziemlich gerne, da er immer versucht hat, das Beste aus November zu machen, obwohl sie ihm immer weggestoßen hat. 
Anfangs kam mir die Geschichte etwas konfus vor, da ich nicht so genau wusste, ob der Junge in dem Zelt wirklich real war, da immer wieder Dinge passiert sind die dafür und wieder dagegen sprachen. Am Ende hat sich jedoch alles geklärt.
Ich hatte erwartet, dass das Buch ziemlich spannend sein würde, war es aber nicht wirklich. In der Mitte hatte es einen ganz schönen Hänger. Deshalb habe ich auch fast eineinhalb Wochen gebraucht, um das Buch zu lesen. Allerdings sollte man sich auch wirklich so viel Zeit nehmen, da das Buch ziemlich schwere Kost ist.
Die Gedichte, die am Anfang jedes Kapitels standen fand ich teilweise richtig schön. Ich finde, sie haben etwas von Poetry Slam. Allerdings habe ich sie auf den letzten hundert Seiten nicht mehr gelesen, da ich das Buch endlich beenden wollte und einige Texte auch nicht wirklich verstanden habe. 
Die meiste Zeit über hatte ich Mitleid mit November. Richtig emotional wurde es aber erst auf den letzten achtzig Seiten. Ich habe mich echt gefragt, wie viel Pech man ihm Leben haben muss, damit einem so viele schlimme Dinge passieren. 
Das Ende war echt grausam. Nicht, dass es schlecht geschrieben war, aber ich hätte mir für November ein schöneres gewünscht.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ 5/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥♥ 4/5
Spannung: ♥♥♥ 2,5/5 
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 3,5/5

♥♥♥♥

Ein Buch mit wunderschönem Schreibstil, dass aber alles andere als leicht zu verdauen ist.

Ich bedanke mich beim Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

Sonntag, 24. August 2014

[Celine rezensiert...] Der Seelenbrecher

Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Knaur TB (September 2008) 
Seitenzahl: 368
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Zitat:
"'Frau Dr. Dorn liegt im Wachkoma, Raßfeld ist verschwunden, und ich musste die Patienten oben in ihren Zimmern einschließen, weil ein Psychopath blutend durch die Klinik tobt. Nenn mich Drama-Queen, aber wenn das kein Grund zur Aufregung ist, dann frag ich mich, warum wir uns hier alle verbarikadiert haben.'"

Inhalt:
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …

Meinung:
Das Cover passt gut zur Geschichte, da es den Protagonisten widerspiegelt. Es wirkt außerdem sehr geheimnisvoll und macht neugierig auf die Geschichte. Der Titel passt ebenfalls sehr gut.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler aus der Vergangenheit berichtet. Sie spielt in Berlin in der Gegenwart.
Es ist einen Tag vor Heiligabend als in der kleinen Privatklinik am Teufelsberg ein neuer Patient eingeliefert wird. In der darauffolgenden Nacht wird Caspar von einem anderen Patienten geweckt, der ihn zu dem Zimmer des neuen Patienten führt aus dem Lärm dringt. Dort angekommen, sehen sie den Patienten, wie er aus dem Fenster springt und eine Krankenschwester, die halb nackt in einer Badewanne liegt und sich in einem wachkomaähnlichen Zustand befindet. Ihnen ist klar, der Seelenbrecher hat ein neues Opfer gefunden. Zum Schutz machen sie die Schotten dicht, schließen aber den Seelenbrecher unbemerkt mit ein. Ihn stehen Stunden voller Angst bevor abgeschnitten von der Außenwelt.
Der Schreibstil ist sehr locker und einfach zu lesen. Man fliegt geradezu durch das Buch. Einige Stellen sind aber auch leicht poetisch.
Caspar ist Patient in der Klinik am Teufelsberg, da er sein Gedächtnis verloren hat. Er weiß weder, wie er heißt, noch ob er eine Familie oder ähnliches hat. Er hat sehr viel Mut und Einsatz in Zeiten der Not gezeigt. Während der Ereignisse in der Klinik erhält er immer wieder Erinnerungsbrocken, die sehr schwer zu verdauen sind. Ich mochte Caspar zwar, aber ich konnte mich emotional nicht hundertprozentig auf ihn einlassen. Ich glaube aber eher, dass das am Genre liegt, da ich bis jetzt fast bei keinem Triller eine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbauen konnte.
Da dieses Buch mein erster Thriller von Fitzek war, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen, die aber im Großen und Ganzen alle erfüllt wurden. Es gab immer wieder Wendungen, die mich überrascht haben. Besonders die Auflösung der Geschichte war für mich unvorhersehbar, da ich immer dachte, dass ich genau weiß, wer der Seelenbrecher ist. 
Logisch war die Geschichte allemal. Zwischendurch erscheint es vielleicht nicht so, aber am Ende klärt sich alles auf.
Schon alleine die Grundidee eingeschlossen mit dem Seelenbrecher zu sein, fand ich sehr spannend. Da aber auch noch die wiederkehrenden Erinnerungen von Caspar dazukamen, wurde die Spannung noch einmal gesteigert.
Ich denke nicht, dass dies mein letzter Thriller von Fitzek sein wird.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ 5/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥ 2,5/5

♥♥♥♥


Ein sehr spannender Thriller, der mich emotional allerdings kaum berühren konnte.