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Samstag, 5. Juli 2014

[Celine rezensiert...] Solange am Himmel stehen


Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Blanvalet (April 2013)
Seitenzahl: 480
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Zitat:
"'Es gibt vieles, was ich euch nicht erzählt habe. [...] Ich dachte, ich würde euch schützen, mich selbst schützen. Aber jetzt verliere ich meine Erinnerungen, und ich befürchte, wenn ich euch diese Dinge nicht erzähle, dann werden sie für immer verloren sein, und das Leid, das ich angerichtet habe, wird nicht wiedergutzumachen sein.'"

Inhalt:
Eine Liebe so unvergänglich wie die Sterne am Himmel.
Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich – an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose weiß, dass es bald zu spät sein wird, denn sie hat Alzheimer. Bald wird niemand mehr an das junge Paar denken, das sich einst die Liebe versprach … 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird – von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenden Liebe …

Meinung:
Schon alleine wegen der Aufmachung musste ich das Buch unbedingt haben. Das Cover ist wunderschön und erinnert mich an die Mandalas, die ich früher immer ausgemalt habe. Der Titel ist ebenso schön und hat auch eine tiefere Bedeutung, welche sich durch die ganze Geschichte zieht.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Hope in der Gegenwart und von einem personalen Erzähler, der sich auf Rose beschränkt, aus der Vergangenheit erzählt. Die Geschichte spielt hauptsächlich in Cape Cod, aber auch in Paris in der Gegenwart und in den 40er-Jahren.
Rose, Hopes Großmutter, leidet an Alzheimer, weshalb Hope die Familienbäckerei übernehmen muss. Diese kann sie gerade so am Laufen halten, da sie sich hoch verschuldet hat. Als Rose sie bittet, nach Paris zu fliegen, um Roses Geschwister und ihre große Liebe wiederzufinden, welche sie als junge Frau verlassen musste, zögert sie nicht lange, sondern begibt sich auf die Suche nach ihnen. Dabei stößt sie auf ein Familiengeheimnis, welches sie nach und nach ans Tageslicht bringt.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, da er weder zu lange Sätze enthält, noch zu langatmig ist.
Hope ist geprägt durch ihre kaltherzige Mutter, die vor kurzem gestorben ist. Sie bemüht sich sehr, nicht in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten und Annie, ihrer zwölfjährigen Tocher, die mitten in der Pupertät steckt, eine gute Mutter zu sein. Diese gibt Hope jedoch die Schuld daran, dass sie und ihr Mann sich getrennt haben. Ich mochte Hope sehr gerne, da ich gemerkt habe, wie sehr sie sich für ihre Tochter und die Bäckerei ins Zeug legt und sich weiterentwickelt. Garvin, der Handwerker von nebenan, ist ein Charakter, der immer das positive sieht und versucht Hope aufzumuntern. Von ihm kann man sich eine Scheibe abschneiden.
Die Thematik, mit der sich das Buch beschäftigt, ist ziemlich berührend und schwer zu verdauen, auch wenn ich davon schon genug in der Schule gehört habe. Die Rezepte, die alle paar Kapitel auftauchen, lockern die Geschichte auf und animieren auch zum Weiterlesen, da ich immer gespannt war, welches außergewöhnliche Rezept ich wohl als nächstes aus Hopes Bäckerei kennenlernen würde. Das ein oder andere werde ich mit Sicherheit in veganer Form nachbacken.
Um in die Geschichte hineinzukommen, habe ich erst einmal etwas Zeit gebraucht, aber als ich erstmal richtig drin war, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Ich wurde schon vorgewarnt, dass ich mir Taschentücher bereithalten sollte, was ich anfangs nicht verstehen konnte, da mich die Geschichte erst ganz am Ende richtig ergriffen hat.
Mit dem Ende kann ich gut leben, da alle Fragen, die ich hatte, geklärt wurden und es so gekommen ist, wie ich es wollte und es schon geahnt hatte.
Ich empfehle das Buch allen, die an Schicksal und Liebe auf den ersten Blick glauben.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 5/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥♥ 4/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5

♥♥♥♥♥
Eine brührende Geschichte mit geschichtlichem Hintergrund und schönen Rezepten. 

Donnerstag, 3. April 2014

[Celine rezensiert...] Die Bücherdiebin


Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Blanvalet (Februar 2008)
Seitenzahl: 592
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Zitate:
"Zuerst die Farben. Dann die Menschen. So sehe ich die Welt normalerweise. Ich versuche es zumindest." (Seite 9)

"Ich habe keine Sense. Ich trage nur dann einen schwarzen Kapuzenmantel, wenn es kalt ist. Ich habe kein Totenschädelgesicht. Wollt ihr wissen wie ich aussehe? Ich sage es euch. Schaut in den Spiegel." (Seite 335)

Inhalt:
Eine unvergessliche Geschichte: lebensfreudig und tragisch, wütend und tröstend.
Sie hielt immer noch das Buch in der Hand. Verzweifelt klammerte sie sich an die Worte, die ihr das Leben gerettet hatten.
1939, Nazideutschland. Der Tod hat viel zu tun und eine Schwäche für Liesel Meminger.
Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ lernt sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind: aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.
Tragisch und witzig, wütend und zutiefst lebensbejahend – vom dunkelsten und doch brillantesten aller Erzähler: dem Tod.

Meinung:
Das Cover finde ich ganz nett, allerdings würde es mich im Buchladen nicht ansprechen, da es sehr schlicht gehalten ist. Die Aufmachung im Inneren des Buches finde ich gut.
Der Tod berichtet die Geschichte als personaler Erzähler in der Vergangenheit, wobei er sich auf Liesel beschränkt. Dabei springt er ein paar Mal in der Zeit hin und her. Die Geschichte spielt in Molching (Deutschland) vor und während des Zweiten Weltkrieges.
Die Geschichte beginnt damit, dass Liesel und ihr kleiner Bruder von ihrer Mutter nach Molching zu Pflegeeltern gebracht werden. Auf der Zugfahrt verstirbt jedoch Liesels Bruder. Auf der Beerdigung ihres Bruders stiehlt sie ihr erstes Buch. Während ihres Aufenthalts in Molching erlebt sie hautnah die Auwirkungen des zweites Weltkrieges.
Den Schreibstil fand ich ganz gut, da er sich leicht lesen lies. Allerdings war er nichts Besonderes und kam mir manchmal etwas ungelenk vor. Die gewählte Erzählperspektive fand ich interessant, da es mal etwas anderes war. Allerdings habe ich mir die Rolle des Todes in der Geschichte anders vorgestellt.
Die Charaktere habe ich ganz gerne gehabt. Besonderes gefallen hat mir, dass jeder Charakter etwas Einzigartiges an sich hatte. Zum Beispiel hat Liesels Pflegemutter viele, besonders die, die sie liebte, mit dem Wort "Saumensch" beschimpft. Besonders gut hat mir die Großzügigkeit und Menschlichkeit der meisten Haptcharaktere gefallen. Auch die Charakterentwicklungen wurden sehr gut dargestellt.
Allerdings kann ich der Inhaltsbeschreibung nicht wirklich zustimmen. Das Buch war nicht mal ansatzweise lustig. Es war eher ziemlich zäh und langatmig. Einzig und allein der Schluss wurde etwas spannender und auch endlich mal emotional. 
Ich habe so viele positive Meinungen über dieses Buch gehört und viele meinten, es wäre ihr Lieblingsbuch. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich dasselbe Buch wie sie lese. Ich konnte ihre Begeisterung einfach nicht nachvollziehen. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich das Buch vom Inhalt her nicht wirklich interessiert hat. Ich habe es nur angefangen zu lesen, um mir danach den Film anschauen zu können. Nachdem ich das Buch jetzt beendet habe, glaube ich aber nicht, dass ich mir den Film ansehen werde. Ich denke, ich kann mit Zusaks Büchern einfach nicht so viel anfangen, denn auch sein Buch "Der Joker" konnte mich nur mäßig begeistern. Dieses Buch wird das Letzte gewesen sein, das ich von ihm gelesen habe.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 3,5/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 5/5
Humor: ♥ 1/5
Spannung: ♥♥ 2/5
Emotionale Tiefe: ♥♥ 2/5

♥♥♥

Ein Buch, das mich trotz der vielen positiven Meinungen nicht überzeugen konnte.