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Dienstag, 22. September 2015

[Celine rezensiert...] Dreams of Gods & Monsters von Laini Taylor





Fortsetzung: keine?
Verlag: FJB (Juli 2015)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 784
Altersempfehlung: ab 14 
Einband: Hardcover
Preis: € 16,99 [D]





Zitat:
"An diesem Tag in der Menschheitsgeschichte - dem neunten August - spaltete sich die Zeit mit einem Mal in 'vorher' und 'nachher', und niemand würde je vergessen, wo er war, als es began." (Seite 23)

Inhalt:
Was würdest du geben, damit das Gute siegt?
Wie weit würdest du gehen, um deine Welt zu beschützen?
Wen würdest du retten, wen verraten?
Als der brutale Seraphim-Regent Jael seine Armee in die Welt der Menschen bringt, werden Karou und Akiva endlich wiedervereint – nicht als Liebespaar, aber in einer Allianz gegen ihren gemeinsamen Feind. Der Traum, den sie einst zusammen geträumt hatten, sah anders aus, aber sie kämpfen dennoch um Frieden und einen Neuanfang für Chimären und Engel. Und für sie beide …

Meinung:
Im Vergleich zu den anderen beiden Bänden finde ich das Cover dieses Bandes am schönsten, da mit Karous Kampfblick so gut gefällt.  
Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler berichtet und spielt in Marrakesch, Prag und der Parallelwelt Eretz.
Obwohl die Geschichte aufgrund der andauernden Sichtwechsel immer noch spannend war, konnte mich dieser Band nicht ganz überzeugen. Jetzt, nachdem ich die Reihe beendet habe, bin ich auf jeden Fall sehr beeindruckt, was die Autorin sich für eine vielschichtige Geschichte ausgedacht hat, dennoch war ich von dem Ende etwas enttäuscht. Die Geschichte hatte so viel Potential, das einfach nicht ausgenutzt wurde. Ich habe mich so auf das große Finale gefreut, letztendlich gab es dann aber leider nur viel Gerede und heiße Luft. Mir hat vorallem die Action gefehlt, auf die ich die ganze Zeit gewartet habe.
Gewundert hat mich auch das offene Ende. Eigentlich soll es ja eine Trilogie sein, aber es scheint so, als ob da doch noch etwas kommen könnte...

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ 5/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥ 3/5
Spannung: ♥♥
2/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5





♥♥♥

Ein finaler Band, der mich aufgrund der fehlenden Action etwas enttäuscht zurückgelassen hat, aber dennoch Spaß gemacht hat, zu lesen.

Mittwoch, 20. Mai 2015

[Celine rezensiert...] Bringt sie zum Schweigen von Ramon Maria Winter





Fortsetzung: keine
Verlag: Skylla (Mai 2014)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 544
Altersempfehlung: ab 16
Einband: Taschenbuch
Preis: € 14,99 [D]






Zitat:
"Ich denke, dass man das Böse nicht besiegen kann. Es ist übermächtig, weil es im Menschen tiefer verankert ist als das Gute." (Seite 153)


Inhalt:
Eine Reihe blutiger Vorfälle versetzt das verschlafene Nest Whispertal in Angst und Schrecken. Als es erste Todesopfer gibt, bricht unter den Bewohnern Panik aus. Der Landarzt Nordström versucht auf eigene Faust den Geschehnissen auf die Spur zu kommen. Doch er legt sich mit den falschen Leuten an und wird zum Gejagten. Die Welle der Gewalt breitet sich unaufhaltsam aus und die Polizeichefin Betty Jäger beginnt zu ermitteln. Dabei riskiert sie mehr als einmal ihr Leben, um Nordström aus der Schusslinie zu bringen.

Meinung:
Das Cover gefällt mir gut, da es leicht unheimlich wirkt und das Dorf zeigt, in dem sich hauptsächlich das ganze Grauen abspielt. Die orange Farbe wirkt wie Feuer, das in der Geschichte öfter eine Rolle spielt. Der Titel hat erst gegen Ende des Buches Sinn gemacht, ist aber sehr gut gewählt wurden, warum, müsst ihr selber lesen.
Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler in der Vergangenheit berichtet und spielt in den fiktiven Orten Willemsdorf, Wispertal und Marinasund in der Gegenwart
Nordström ist ein auf dem Land wohnender Arzt, der von seinen Kollegen gerne als Wald- und Wiesendoktor bezeichnet wird. Er ist Ende dreißig und hat eine Frau, die jedoch einfach verschwunden ist, als sie mit seinem Kind schwanger war. Er ist sehr pflichtbewusst was seine Arbeit befrifft, allerdings handelt er in vielen Situationen verantwortngslos und unüberlegt. Es hat sehr lange gedauert, bis ich zu ihm eine Bindung aufbauen konnte, da er immer alles besser wusste und oft in Selbstzweifel förmich ertrunken ist. Das hat ihn mir nicht wirklich sympathisch gemacht, weshalb er mir relativ egal war.
Die anderen Charaktere hingegen wie zum Beispiel sein Sohn oder seine Freundin waren mir weitaus angenehmer.
Allerdngs hatte ich oft das Gefühl, dass alle in diesem Buch mit Scheuklappen vor den Augen herumlaufen, da manche Dinge wirklich offensichtlich waren, die die Charaktere allerdings erst viel später erkannt haben.
Die ersten 150 Seiten ging das Buch sehr schleppend vorran, weshalb ich beim Lesen fast eingeschlafen wäre und es schon fast bereut hätte, das Buch angefragt zu haben. Dass das Buch ein Thriller ist, hat sich erst im späteres Verlauf der Geschichte feststellen lassen, wobei die Geschichte dem Genre alle Ehre gemacht hat, da sie teilweise echt brutal und auch etwas eklig ist. 
Sie ist sehr komplex, da so viele Personen auftauchen, deren Einzelschicksale beleuchtet werden. Das hat mir jedoch nicht so gut gefallen, da man auf einige der Katastrophen auch hätte verzichten können. Sie dehnen die Geschichte nur unnötig in die Länge ohne besonders viel zur Entwicklung der Geschichte beizutragen. Eben durch diese vielen Katastrophen enthielt das Buch sehr viel Action. Teilweise hat es mich sogar an "The Walking Dead" erinnert.
Übertrieben fand ich es auch, dass Nordström sich andauernd übergeben musste. Ich habe zwar nicht mitgezählt, aber es waren mindestens um die zwanzig mal. Ein paar andere Reaktionen ab und zu wären mir lieber gewesen.
Einige Dinge wie zum Beispiel das Verschwinden von Nordströms Frau oder die Briefe, die er von ihr erhält, wurden zwar versucht zu erklären, waren aber nicht wirklich schlüssig.
Obwohl die ganze Story vom Grundgedanken her ziemlich gut war, hat das Ende mir nicht ganz so gut gefallen, da ich es ein bisschen unrealistisch fand.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥ 3/5
Logik: ♥♥♥ 3/5
Spannung: ♥♥♥♥ 4/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5

♥♥♥

Wer Thriller mit viel Blut und Action mag und sich nicht an schleppenden Anfängen stört, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.


Ich bedanke mich beim Scylla Verlag und bei BloggdeinBuch für die Zuverfügungstellung dieses Rezensionsexemplares.

Sonntag, 5. April 2015

[Celine rezensiert...] Sommer unter schwarzen Flügeln von Peer Martin





Fortsetzung: keine
Verlag: Oetinger (Februar 2015)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 496
Altersempfehlung: ab 14
Einband: Hardcover
Preis: € 19,99 [D]





Zitat:
"'Was soll das denn sein? Liebe?, fragte Calvin zurück.
'Blöde Frage. Wenn zwei knutschen und zusammen rumhängen und so.' [...]
'Und wenn... wenn sie nicht zusammen rumhängen können? [...] Stell dir vor, sie sind unendlich weit voneinander entfernt. Die Entfernung ist so groß, dass man nicht... rüberkommt.'" (Seite 115 f.)

Meinung:
Aufgrund des Covers bin ich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam geworden. Ich finde es sehr schön, dass wenn man den durchsichtigen Schutzumschlag abnimmt, nur noch Nuri und Calvin zu sehen sind. Der Titel ist sehr treffend, da die schwarzen Flügel in der Geschichte immer zu eine große Rolle spielen.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler, der sich hauptsächlich von Calvin, aber auch von Nuri, Calvins Bruder und anderen Nebencharakteren bezieht in der Vergangenheit berichtet und spielt in Deutschland und Syrien in der Gegenwart.
Der Schreibstil war nicht so ganz meins, da er teilweise ziemlich ausschweifend war. Fast immer wenn Nuri von ihrer Vergangenheit berichtet hat, bin ich fast beim Lesen eingeschlafen, da so wenig passiert ist. Dies ist auch der Grund, weshalb das Buch mich nicht wirklich fesseln konnte und weshalb ich über einen Monat gebraucht habe, das Buch zu beenden. Ich musste mich teilweise wirklich dazu zwingen weiterzulesen. Dazu haben auch die sehr langen Kapitel beigetragen. Die Teile, in denen Calvin aber die aktuelle Situation in Deutschland geschildert hat, waren wesentlich spannender. Ich finde, man hätte die Geschichte wenigstens um 100 Seiten kürzen können, damit es sich ein bisschen flüssiger lesen lässt. Zudem ist der Schreibstil sehr poetisch, womit ich normalerweise kein Problem habe, aber ich finde, dass es einfach nicht zur Geschichte gepasst hat.
Calvin ist 18 Jahre alt, wohnt im sozialen Brennpunkt, hat keinen Schulabschluss und ist voller aufgestauter Aggressionen. Allerdings hat er auch gute Seiten, da er sich zum Beispiel gut um seine alleinerziehende Mutter und seine Brüder kümmert. Er ist außerdem ein Nationalsozialist und Mitglied einer Gang. Trotz seiner anfänglichen Einstellungen mochte ich Calvin von Anfang an.
Nuri musste aufgrund von Aufständen aus Syrien nach Deutschland fliehen und lebt dort mit ihrer Familie in einem Asylantenheim. Mit Nuri hatte ich am Anfang ein paar Probleme, da ich nicht recht wusste, wie ich sie einschätzen soll. Ihre Offenheit gegenüber Calvin hat mich verwirrt. Später als die Sache aufgeklärt wurde, habe ich es aber besser verstanden.
Allerdings muss ich bemängeln, dass die Charaktere teilweise zu klischeelastig waren.
Die Geschichte ist erschreckend real, da sie ein aktuelles Thema behandelt. Es wird sehr viel Gesellschaftskritik geäußert. Man lernt aber auch sehr viel über den Arabischen Frühling und kann nachvollziehen, wie es zu den Flüchtlingswellen in Deutschland gekommen ist.
Emotional hat mich das Buch zwar an einigen Eckpunkten berührt, konnte mich aber leider nicht mitreißen. 
Das Ende hat mir ziemlich gut gefallen, da es dort endlich richtig spannend wurde. Allerdings war ich etwas verwirrt, da ich das Nachwort nicht ganz verstanden habe. Trotzdem hat mir das Buch ganz gut gefallen.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥ 3/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥ 2/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥ 3/5

 ♥♥♥

Ein Buch über ein sehr aktuelles Thema, das mich von der emotionalen Tiefe und dem Schreibstiel her nicht überzeugen konnte. 

Mittwoch, 31. Dezember 2014

[Celine rezensiert...] A little too far von Lisa Desrochers





Fortsetzung: A little too much
Verlag: dtv (Dezember 2014)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 400
Altersempfehlung: ab 16
Einband: Taschenbuch
Preis: € 9,95 [D]





Zitat:
"Plötzlich ist Trent nicht mehr mein Bruder. Er ist alles für mich - alles, was ich je wollte." (Seite 35)

Inhalt:
 Wie konnte das passieren? Wie konnten sie so weit gehen? Ihr Stiefbruder Trent war doch immer Lexis bester Freund und engster Vertrauter. Fluchtartig verlässt Lexi ihre Familie und bricht zu einem Auslandsjahr in Rom auf. Aber auch Tausende von Kilometern entfernt und trotz des attraktiven Alessandro schafft sie es nicht, den Mann, den sie nicht haben kann, zu vergessen . . .

Meinung:
Der Titel passt sehr gut zu der Geschichte, da er sich darauf bezieht, dass Lexie und Trent mit ihrer Liebelei zu weit gegangen sind. Das Cover ist ebenso passend, da sich Lexie und Trent halb hinter der Wand verstecken, da niemand wissen darf, was zwischen ihnen passiert ist. Allerdings finde ich, dass Trent ziemlich bubimäßig aussieht.
Die Geschichte wird von Lexie aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt und spielt in Rom, Kalifornien und Korsika in der Gegenwart.
Der Schreibstil ist sehr locker und es werden auch gerne mal unanständige Wörter benutzt. Ich weiß nicht, wie oft das Wort durchnudeln in diesem Buch vorgekommen ist.
Lexie ist zwanzig Jahre alt, studiert Kunstgeschichte und liebt es zu malen. Ihre Mutter ist bei ihrer Geburt gestorben, woran sie sich die Schuld gibt. Nach dreieinhalb Jahren hat ihr Freund sie betrogen und das, obwohl sie schon verlobt waren. Ich mochte Lexie gerne, da sie sehr nachdenklich war und ich Mitleid mit ihr hatte. Ich kann gut nachempfinden, wie sie sich gefühlt hat. Allerdings fand ich es sehr schwer einzuschätzen für wen Lexie nun Gefühle hat und auf wen sie einfach nur scharf ist. Auch fand ich es komisch, dass Lexie auf der einen Seite in die Kirche zur Beichte geht, andererseits sehr oft flucht und ständig an Sex denkt.
Trent studiert Musik und spielt Klavier und Gitarre. Außerdem ringt er und ist ein ziemlicher Mädchenschwarm. Als Lexies Stiefbruder ist er immer sehr lieb zu ihr und hilfsbereit. Er war mir zwar ganz sympathisch, aber wie bei vielen anderen Charakteren auch hat mir bei ihm die Tiefe gefehlt, da ihre Vergangenheiten, wenn überhaupt nur sehr kurz und oberflächlich angeschnitten werden. Schade, dass das Potential der Geschichte nicht voll ausgeschöpft wurde.
Was mich dann doch ziemlich verwundert hat, war, dass man als Leser so viel über die italienische Kunst erfährt. Wer sich also dafür interessiert, dem kann ich das Buch nur ans Herz legen.
An einigen Stellen war das Buch ziemlich spannend, da beide Kerle zwischen denen Lexie sich entscheiden musste, für sie verboten waren. Ich musste bis mitten in der Nacht aufbleiben, da ich unbedingt wissen wollte, für wen Lexie sich nun entscheidet. So ging es mir schon lange nicht mehr bei anderen Büchern.
Ich konnte mir dann schon denken, wen sie nimmt und finde es in Ordnung, allerdings kam das Ende ziemlich abrupt und die Beziehung wurde meiner Meinung nach zu schnell akzeptiert.
Ich denke nicht, dass ich den nächsten Teil noch lesen werde, da es mich nicht so sehr interessiert, wie es mit dem verbliebenden Kerl weitergeht und sich die Inhaltsbeschreibung nicht so gut anhört.


Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥ 2,5/5
Logik: ♥♥♥♥ 4/5
Spannung: ♥♥♥ 4,5/5
Emotionale Tiefe: ♥♥ 3/5
♥♥

Eine tolle und spannende Idee mit sehr viel Potential, das leider nicht ausgeschöpft wurde.

Freitag, 28. November 2014

[Celine rezensiert...] Wie Monde so silbern von Marissa Meyer





Fortsetzung: Wie Blut so rot, Wie Sterne so golden, ???
Verlag: Carlsen (Dezember 2013)
Sprache: deutsch
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab 14
Einband: gebunden
Preis: € 18,90 [D]




Erster Satz:
"Die Schraube in Cinders Fußgelenk war verrostet, der Schlitz zur Mulde zermalmt."

Inhalt:
Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht Kai ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die den Prinzen unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie während des großen Balls, auf den Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh …

Meinung:
Als ich das Cover zum allerersten Mal gesehen habe, dachte ich mir: 'Was ist das denn?!' und war nicht so begeistert. Aber ich habe mich anscheinend dran gewöhnt und finde es mittlerweile sogar ganz schön. Meine Mutter meinte, es sei ein Cover für Schuhfetischisten ;D Der englische Titel "Cinder" gefällt mir besser, da ich finde, dass der deutsche Titel nicht so gut zu der Geschichte passt.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler berichtet und spielt in Neu-Peking in der Zukunft.
Cinder ist ein adoptierter Cyborg, der alles andere als erwünscht in ihrer Familie ist. Von ihrer Stiefmutter wird sie weitaus schlechter behandelt als ihre Stiefschwestern. Cinder muss den Unterhalt der Familie verdienen, da ihr Adoptivvater an der Blauen Pest, einer Krankheit, die auf der Erde wüted, gestorben ist. Sie ist sehr fleißig, eigensinnig, lässt sich nicht von ihren Träumen abbringen und hat dazu beigetragen, dass ich Cyborgs am Ende doch gerne mag. Auch ihre Androidenfreundin Iko fand ich toll. Sie war mein liebster Charakter und ob ich es wollte oder nicht, ich hatte sie immer als Eve aus dem Film "Wall-E" vor Augen.
Ich bin sehr unvoreingenommen an die Geschichte herangegangen. Alles, was ich wusste, war, dass es eine Märchenadaption von Cinderella ist und mit Cyborgs zu tun hat. Märchen finde ich toll, Cyborgs zuvor aber nicht wirklich, weshalb es auch so lange gedauert hat, bis ich es lesen wollte. Am Ende konnte ich dem Hype dann aber doch nicht wiederstehen.
Toll fand ich, dass das Buch an einigen Stellen sehr gesellschaftskritisch ist, wofür ich ja immer zu haben bin.
Obwohl ich mich an einigen Stellen über Charaktere in dem Buch geärgert habe, konnte mich das Buch nicht traurig machen und mich nicht so recht ergreifen.
Ich hätte nicht gedacht, dass es in dem Buch so sehr um diese Krankheit und um Politik gehen würde, fand es am Ende aber doch gut, da das Buch so wenigstens nicht in die Kitschschiene abrutschen konnte.
Ein großer Kritikpunkt ist jedoch, dass die Geschichte sehr vorhersehbar war. Schon nach ungefähr 150 Seiten konnte ich mir denken, wie die Geschichte ausgeht und ich habe richtig gedacht. Dies hat der Spannung ziemlich geschadet. Allerdings konnte der Cliffhanger am Ende nochmal einiges an Spannung rausholen.
Ich freue mich auf das nächste Buch, hoffe aber, dass es weniger vorhersehbar sein wird. 

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥ 3,5/5
Schreibstil: ♥♥♥♥ 4/5
Charaktere: ♥♥♥♥♥ 5/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥ 2/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥ 4/5 

♥♥

Ein gehyptes Buch mit super tollen Charakteren und einer interessanten Thematik, das aber zu vorhersehbar ist.

Freitag, 7. November 2014

[Celine rezensiert...] Lies of Silence


Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: englisch
Verlag: Vintage Books (Januar 1997)
Seitenzahl: 208
Altersempfehlung: ab 15 Jahren (ab 7. Lehrjahr Englisch)

Erster Satz:
"At a quater to nine, just before going off work, Dillon went down to reception to check the stuff roster for tomorrow."

Inhalt:
When Michael Dillon is ordered by the IRA to park his car in the carpark of a Belfast hotel, he is faced with a moral choice which leaves him absolutely nowhere to turn. He knows that he is planting a bomb that would kill and maim dozens of people. But he also knows that if he doesn't, his wife will be killed.

Meinung:
Titel und Cover passen sehr gut zur Geschichte, da sie die Geiselnahme von Michael und seiner Frau und deren Folgen beschreiben.
Ich habe mir das Buch nicht freiwillig gekauft, sondern musste es für den Englischunterricht lesen. Für ein Schulbuch war es aber ziemlich gut.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler berichtet. Ab und zu werden Michaels Gedanken eingefügt.  Sie spielt in Belfast (Nordirland)  und London in der Zeit der "Troubles", einem Konflikt in Nordirland zwischen den Protestanten und den Katholiken.
Michael und Moira werden eines Nachts von einer Gruppe von katholischen Männern in ihrem Haus überrascht und dort festgehalten. Micheal wird dazu gezwungen mit einer Bombe in seinem Auto zu seinem Hotel zu fahren und diese dort explodieren zu lassen, um einen  Protestanten zu töten, der dort eine Rede hält. Als Geisel halten sie seine Frau gefangen und Michael muss wählen: das Leben seiner Frau oder das Leben hunderter unschuldiger Menschen...
Der Schreibstil war durchschnittlich und das Vokabular ziemlich simpel. Selbst wenn man einige Worte nicht kannte, konnte man sie sich aus dem Kontext erschließen. Das Einzige, das mich etwas gestört hat, war, dass der Protagonist immer mit Nachnamen angesprochen wird, während die  anderen beim Vornamen genannt werden.
Michael Dillon ist der Manager eines Hotels und war früher in seiner Zeit als Student ein Poet und träumte davon in Europa zu arbeiten. Er hat eine Affäre mit Andrea Baxter, die beim BBC arbeitet und 12 Jahre jünger ist als er. Seine Frau Moira ist sehr eitel, vorlaut, aber auch mutig und arbeitet als Lehrerin. Die Charaktere waren zwar nicht flach, allerdings hätten sie etwas tiefgründiger sein können. Dadurch, dass die Geschichte schnell voranschreitet, gibt es nicht viel Platz für Charakterentwicklungen.
Ich würde die Geschichte nicht als Thriller deklarieren, da sie mir für einen Thriller zwischendurch etwas zu langweilig war. Trotzedem gab es spannende Stellen, an denen ich mitfiebern konnte.
Emotional konnte mich das Buch aufgrund der etwas distanzierten Schreibweise nicht wirklich erreichen.
Das Ende kam ziemlich abrupt, war aber sehr gut gewählt. Ich hätte mir kein passenderes Ende für diese Geschichte wünschen können.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥ 3/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥♥♥ 5/5
Spannung: ♥♥♥ 3/5
Emotionale Tiefe: ♥♥ 2/5 

♥♥

Ein interessantes Buch über die "Troubles" in Nordirland und deren Auswirkungen auf die Einwohner.

Dienstag, 28. Oktober 2014

[Celine rezensiert...] In den Augen der anderen


Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Bastei Lübbe (August 2011) 
Seitenzahl: 688
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Zitate:
"Manchmal glaube ich, das menschliche Herz ist so eine Art Regal. Man kann nur eine bestimmte Menge darauf stapeln, stellt man mehr hinein, fällt etwas runter, und man muss die Scherben aufsammeln." (Seite 106)

"Mein Dad hat immer gesagt, wenn man sein ganzes Leben lang alles bedauert, dann ist das so, als würde man ein Auto nur im Rückwärtsgang fahren." (Seite 154)

Inhalt:
Jacob Hunt hasst die Farbe Orange. Und er hasst es, wenn sein gewohnter Tagesablauf gestört wird. Routinen sind für ihn lebenswichtig, denn er leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer autistischen Störung. Deshalb kocht Emma, seine Mutter, montags nur grüne Speisen und dienstags rote. Und längst hat sie Jacobs Besessenheit für Kriminaltechnik akzeptiert. Doch dann wird seine Erzieherin Jess erschlagen aufgefunden, und Jacob wird des Mordes an der jungen Frau verdächtigt. Die mühsam erkämpfte Normalität in Emmas kleiner Familie bricht zusammen. Jacob muss sich sich vor Gericht verantworten. Alle Beweise sprechen gegen ihn. Doch Emma nimmt den Kampf auf. Denn es geht darum, ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren - und um die Rechte von Menschen, die anders sind.

Meinung:
Ich muss gestehen, dass mich weder die Aufmachung des Buches noch der Inhalt angesprochen haben. Die einzigen Kaufgründe waren, dass die Autorin Jodi Picoult ist, deren Buch "19 Minuten" zu meinen Lieblingen gehört und dass das Hardcover nur noch 4,99 Euro gekostet hat. Wie hätte ich da wiederstehen sollen? 
Die Geschichte wird von verschiedenen Charakteren aus der Ich-Perspektive berichtet und spielt in Stowe   und Townsend (Vermont) im Jahr 2010. 
Jacob, der an Asperger, einer Form des Autismus, erkrankt ist, wird verdächtigt, seine Erzieherin Jess ermordet zu haben und muss sich vor Gericht verantworten. Seine Mutter setzt alles in Bewegung, um zu beweisen, dass ihr Sohn unschuldig ist.
Der Schreibstil hat mir wieder mal gefallen, da er genau die richtige Balance zwischen Umgangssprache und gehobener Sprache findet. Manchmal bin ich aber ziemlich durcheinander gekommen, da ich mitten im Kapitel vergessen habe, wer denn gerade die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt.
Jacob ist 18 Jahre alt und leidet seit seiner frühsten Kindheit an dem Asperger-Syndrom, dass durch eine Impfung verursacht wurde. Er ist besessen vom Kriminaltechnologie und liebt es Tatorte herzurichten und Fälle zu lösen. Er braucht einen geregelten Tagesablauf und läuft etwas nicht nach Plan, bekommt er entweder einen Anfall oder ist so verunsichert, dass er Filme zitiert. Er ist sehr schlau und hat einen IQ von über 160. Im Laufe der Geschichte wurde mir Jacob immer unsympathischer, da die Folge seiner Krankheit starke Selbstsucht war und er auch öfter manche Dinge übertrieben hat. Allerdings gab es immer wieder lustige Situationen, die durch Jacobs Filmzitate verursacht wurden.
Theo ist Jacobs kleiner Bruder und zu Beginn des Buches 15 Jahre alt. Trotzdem übernimmt er die Rolle des großen Bruders. Er stellt sich oft vor, wie ein Leben ohne Jacob wäre, da die Tatsache, dass Jacob sein Bruder ist, auch ihn zum Außenseiter macht. Er spannt gerne in Häusern von glücklichen Familien und bricht öfters in diese ein, um ein Videospiel mitzunehmen oder einfach nur, um sich etwas zu essen zu machen. Ihn mochte ich sehr gerne, da ich seine Gedanken und Gefühle bezüglich Jacob gut nachvollziehen konnte, auch wenn mir seine Einbrüche etwas suspekt waren.
Emma ist Jacobs und Theos Mutter und arbeitet zu Hause, um sich voll und ganz um Jacob kümmern zu können. Sie ist alleinerziehend und ist sehr aufopferungsvoll. Sie versucht alle Register zu ziehen, um einen Weg zu finden Jacobs Krankheit so gut es geht abzuschwächen.
Auch die anderen Charaktere wie ein Polizist und Jacobs Anwalt hat man sehr gut kennengelernt.
Anfangs war ich ziemlich begeistert von dem Buch, da es gleichzeitig ernst und witzig war. Allerdings hat sich die zweite Hälfte ziemlich gezogen, da die Gerichtsverhandlung sehr ausführlich berichtet wurde. Mir hätten auch 500 Seiten gereicht.
Bei der Logik muss ich zwei Punkte abziehen aufgrund des großen Missverständnisses, dass sich ergeben hat, weil Jacob nicht alles erzählt hat. Zudem fand ich auch die Sache mit Jacobs und Theos Vater ziemlich eigenartig.
Emotional war das Buch eher durchschnittlich. Es ist aber auch selten etwas passiert, dass einen emotional hätte mitreißen können.
Das Ende war mir etwas zu offen und abrupt, da ich gerne gewusst hätte, wie das genaue Gerichtsurteil lautete. Außerdem wurde am Ende gar nicht mehr von Jess' Freund geredet.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥ 3/5
Schreibstil: ♥♥♥♥♥ 5/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Logik: ♥♥♥ 3/5
Spannung: ♥♥♥ 3/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥ 3/5

♥♥

Eine durchschnittliche Geschichte, bei der man viel über Asperger erfährt und liebenswürdige Charaktere kennenlernt.

Samstag, 27. September 2014

[Celine rezensiert kurz & knapp...] Enders | Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick

Enders

deutsch/Ivi (Mai 2013)/352 Seiten

Inhalt:
Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.

Meinung:
Obwohl ich Starters erst vor ein paar Wochen gelesen habe, fiel mir der Einstieg in die Geschichte wieder ein bisschen schwer. Die Geschichte geht leider nicht genau dort weiter, wo das erste Buch aufgehört hat, sondern etwas später.
In diesem Band taucht ein neuer Charakter auf, mit dem ich mich nicht so richtig anfreunden konnte, da man anfangs sehr wenig über ihn erfahren hat. Seine wahre Identität hat mich ziemlich überrascht.
Diesen Band fand ich teilweise etwas verwirrend, da ich mir manche Dinge, die mit den Chips zu tun hatten, nicht ganz verstanden habe. 
Das Ende war trotzdem fesselnd und ich bin mit dem Ende ganz zufrieden, obwohl ich mit einem anderen gerechnet hatte.




Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick


deutsch/Carlsen (März 2012)/224 Seiten



Inhalt:
Hadley könnte sich wirklich etwas Schöneres vorstellen, als auf der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer zu spielen. Dass sie dann allerdings ihr Flugzeug verpasst und erst einmal auf dem überfüllten New Yorker Flughafen festsitzt, hat sie dann doch nicht gewollt. Und genauso wenig hatte sie vor, sich ausgerechnet hier unsterblich zu verlieben: in den Jungen mit den verwuschelten Haaren und dem Puderzucker auf dem Hemd, der wie sie nach London muss. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um sein Herz zu gewinnen ...

Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und obwohl dass Buch aus der Sicht eines personalen Erzählers berichtet wird, werden die Gefühle sehr gut vermittelt.
Alle Charaktere in diesem Buch waren mir sympathisch, da sie durch ihre Eigenarte, Ängste und Hoffnungen sehr real wirkten. Schon beim ersten Zusammentreffen von Oliver und Hadley merkt man, dass es zwischen ihnen eine besondere Verbindung gibt. Dies macht es dem Leser leicht an die Beziehung der beiden zu glauben und mit ihnen zufühlen.
Witz, aber auch Trauer begleiten den Leser während der Geschichte und sorgen für ein Auf und Ab der Gefühle.
Ich freue mich darauf, weitere Bücher der Autorin zu lesen.

Montag, 4. August 2014

[Celine rezensiert...] So oder so

Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Beltz & Gelberg (August 2014)
Seitenzahl: 232
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Kaufen?

Zitat:
"'Aber woher weiß man, was richtig ist? Alles kann richtig sein oder falsch.'" (Seite 88)

Inhalt:
Ein Roman – zwei Storys! Zwei Storys mitten aus dem Leben, ungewöhnlich und unvorhersehbar. Denn die Wahl des Frühstücksbrotes entscheidet darüber, was Jella erlebt ... Ob sie mit ihren Freunden mit dem Zug zu “Rock am Ring” fährt und dort mit Goran am Lagerfeuer flirtet. Von dem sie eigentlich gar nichts will ... Oder ob Jella sich mit ihrer kleinen Nerv-Schwester im Schlepptau per Anhalter zum Festival durchschlägt. Und schließlich überglücklich in den Armen der hübschen Soleil landet ... Zwei erfrischend lebhafte Storys, miteinander verbunden in einem außergewöhnlichen Doppel-Roman! Spannend und nachdenklich, humorvoll und tiefgründig und vor allem immer Jella. So oder so.

Meinung:
Die Aufmachung des Buches finde ich sehr toll. Auf der Vorderseite ist der Salamitoast zu sehen und auf der Rückseite der Marmeladentoast. Diese Beläge sind ausschlaggebend für den Verlauf der Geschichte. Je nachdem, ob man von der Vorderseite oder Rückseite anfängt, liest man eine andere Geschichte.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Jella in der Vergangenheit berichtet und spielt in Berlin und beim Nürburgring in der Gegenwart.
Die Ausgangssituation ist bei beiden Geschichten dieselbe: Jella macht sich zu Hause für Rock am Ring fertig und frühstückt. Marmelade oder Salami? Der Brotbelag entscheidet! In der Version mit der Salami schafft sie es rechtzeitig zum Zug und fährt mit ihren Freunden zum Festival. In der anderen Version bekleckert sie sich mit Marmelade, muss sich umziehen und bekommt ihre Halbschwester aufs Auge gedrückt, da deren Freundin krank ist und ihre Mutter zur Arbeit muss. Sie beschließt ihre kleine Stiefschwester einfach mitzunehmen. Leider verpassen sie den Bus und müssen zum Festival trampen.
Der Schreibstil war sehr jugendlich oder besser gesagt zu jugendlich. Es wurden oft Worte wie Sis oder Yo benutzt. Die Sätze waren oft unvollständig und manchmal habe ich die Sätze vom Sinn her gar nicht verstanden. Anstatt mich aber darüber aufzuregen, habe ich es mit Humor betrachtet. Ich habe früher schon als Fünftklässlerin Bücher des Autorenpaars gelesen und soweit ich mich erinnern kann, war die Sprache dort nie so übertrieben.
Jella ist eine 16-jährige Gesamtschülerin mit einer kleinen Halbschwester namens Violetta. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt und ihre Mutter ist oft mit ihrer Arbeit beschäftigt. Sie ist etwas naiv und handelt oft unüberlegt. Beispielsweise hat sie sich extra für das Fastival ein Tattoo stechen lassen. Allerdings ist sie auch sehr zielstrebig und dickköpfig. Erst in der zweiten Version konnte ich mich etwas mit Jella arrangieren, da ich sie dort besser kennengelernt habe. Trotzdem würde ich sie im echten Leben nicht als meine Freundin wollen, da mich ihre Sprache zu sehr stören würde. Die anderen Charaktere bleiben bis auf Bella, Jellas beste Freundin sehr flach und man erfährt sehr wenig über sie. 
Die Idee mit den zwei Versionen der Geschichte finde ich klasse, da ich es sehr interessant finde, was eine klitzekleine Entscheidung für massive Auswirkungen haben kann. Ich kann mich gar nicht dafür entscheiden, welche der beiden Versionen mir besser gefällt, da beide ihre Vorzüge haben.
Auch die Themen wie Homosexualität oder Rock am Ring fand ich super, da Ersteres selten in Büchern angesprochen wird und Letzteres mich schon länger interessiert hat.
Am spannendsten fand ich die Version mit der Marmelade, da ich dort mitfiebern konnte, ob Jella und Violetta noch rechtzeitig oder überhaupt zum Festival kommen. Dafür fand ich die Version mit der Salami durch die Szene in Zug lustiger.
Emotional konnten mich die Geschichten nicht wirklich mitreißen, da sie einfach zu kurz waren. Kaum hatte ich eine Verbindung zu den Charakteren aufgebaut, war die Geschichte auch wieder vorbei.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥♥ 5/5
Schreibstil: ♥♥♥ 3/5
Charaktere: ♥♥♥ 3/5
Humor: ♥♥ 2,5/5
Spannung: ♥♥♥ 3/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥ 3/5

♥♥

Zwei unterschiedliche Geschichten in einem Buch mit interessanten Themen aber übertriebener Jugendsprache.

Ich bedanke mich bei BloggdeinBuch und Belts & Gelberg für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Montag, 21. Juli 2014

[Celine rezensiert kurz & knapp...] Der Streuner | Herbstmagie | Winterwunder | Simple Perfection - Erfüllt

Der Streuner

deutsch/Knaur (Mai 2006)/272 Seiten

Inhalt:
Gemütlich sitzt der Kater in der Sonne, putzt sich und genießt die Ruhe. Manche Leute sagen verächtlich über ihn, er sei ein Streuner, ihm fehle ein halbes Ohr und er sei nicht anschmiegsam. Doch es ist eine wahre Freude, den Erzählungen dieses alten, stolzen Katers zuzuhören. Sein abenteuerliches Leben ist eine zauberhafte, amüsante und anrührende Geschichte für alle Katzenliebhaber und Fans von Nero Corleone.

Meinung:
Da ich ein Katzenfan bin, dachte ich mir, dass mir das Buch sicher gut gefallen wird. Das hat es auch. Besonders die Kritik an der Gesellschaft bezüglich Tierversuche hat mich begeistert. Allerdings war die Geschichte nicht gerade spannend, was es mir oft schwer gemacht hat, dranzubleiben.




Herbstmagie


deutsch/Heyne (September 2010)/448 Seiten

Inhalt:
Gemeinsam mit ihren drei besten Freundinnen betreibt die hübsche Konditorin Laurel die erfolgreiche Hochzeitsagentur Vows. Tag für Tag hilft sie glücklichen Paaren, ihre Liebe mit einem rauschenden Fest zu krönen, in Laurels eigenem Privatleben sieht es aber alles andere als rosig aus. Doch dann verliebt sie sich in den smarten Staranwalt Del. Er ist für sie die Liebe ihres Lebens, aber sieht der heißbegehrte Junggeselle das ebenso?

Meinung:
Auch wie bei den anderen Teilen dieser Reihe erfährt der Leser viel von der Arbeit der jeweiligen Protagonistin. In diesem Fall war es Laurel, die Konditorin von Vows. Bei diesem Buch muss man nicht viel nachdenken, da es einen sehr einfachen Plot hat, wodurch auch öfter etwas Langeweile aufkommt.
Um ehrlich zu sein, bin ich froh, wenn ich die Reihe beendet habe, da es mir an einigen Stellen einfach zu kitschig und vorhersehbar ist.





Winterwunder

deutschHeyne (September 2011)/432 Seiten

Inhalt:
Die vier Freundinnen Emma, Mac, Laurel und Parker leiten zusammen eine florierende Hochzeitsagentur. Und bis auf eine haben sie alle die Liebe ihres Lebens gefunden. Nur Parker, das Organisationstalent der Gruppe und eine echte Powerfrau, ist anscheinend mit ihrem Beruf verheiratet – bis Malcolm in ihr Leben tritt. Aber wie soll sie mit ihm eine Beziehung führen, wenn er sich weigert, über seine Vergangenheit zu sprechen?

Meinung:
Puh, endlich habe ich die Reihe geschafft. Vor allem bei diesem Buch ist mir aufgefallen, dass vielen fern ab von der Realität ist. Egal was, alles ist perfekt und Geld spielt nicht die kleinste Rolle. Ich kann euch auf jeden Fall den ersten Band der Reihe empfehlen, aber den Rest nicht. Kennt an einen, kennt man alle!






Simple Perfection - Erfüllt

deutsch/Piper Taschenbuch (Februar 2014)/304 Seiten

Inhalt:
Della will stark für Woods sein, auch wenn sich ihr Leben vor ihren Augen in nichts auflöst. Egal, wie weit sie von zu Hause flieht, die Schatten ihrer Vergangenheit lassen sie nicht los. Sie versucht, ihre tiefen Ängste und wahren Gefühle vor Woods zu verbergen, um ihn zu schützen, denn sie weiß, dass sie ihn sonst mit sich in die dunklen Tiefen reißen wird. Aber ist sie stark genug, den einzigen Menschen loszulassen, der ihr noch Halt gibt?

Meinung:
Auch dieser Teil der Rosemary-Beach-Serie hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere entwickeln sich in eine gute Richtung weiter. Allerdings fand ich Dellas Selbstzweifel irgendwann ziemlich nervig.
Durch eine unvorhersehbare Wendung, wurde das Buch ziemlich dramatisch und damit auch sehr emotional. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, allerdings habe ich mit dem Ausgang schon gerechnet.