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Samstag, 12. April 2014

[Celine rezensiert...] Ein Jahr in Tokyo

Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch
Verlag: Herder (September 2012)
Seitenzahl: 192
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Zitat:
"Bei der Geschwindigkeit, in der das Leben in Tokio stattfindet, fühlt man sich dann so, als hätte jemand für das eigene Leben eine Slow-Motion-Taste gedrückt: Alles rauscht vorbei, alles bewegt und verändert sich, doch man selbst braucht für jede kleine Aufgabe eine Ewigkeit." (Seite 65)

Inhalt:
Endlich wieder Tokio: Fremd und faszinierend hatte die riesige Stadt beim ersten Besuch auf Julia Berger gewirkt, nun wird sie für ein Jahr ihr Zuhause werden. Wie wird sich ihr Eindruck von Land und Leuten verändern? Was geschieht, wenn sie ihre alte Liebe wieder trifft? Und wie kann der Alltag in einer Stadt aussehen, die einem immer neue Rätsel aufgibt?

Meinung:
Das Cover gefällt mir gut, da es Tokio gut widerspiegelt.
Die Geschichte wird von der Autorin selber aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt und spielt im Jahr 2010 in Tokio.
Julia beschließt für mindestens ein Jahr nach Tokio zu ziehen. Den Grund dafür weiß sie selber nicht genau. In Tokio angekommen, trifft sie ihre alte Liebe wieder und begegnet während ihrer kleinen Rundreise noch anderen netten Leuten. Doch bald erfährt sie, dass ihr Schwarm verlobt ist. Das wirft sie aus der Bahn. Wie soll sie jetzt weitermachen?
Den Schreibstil fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, da er teilweise sehr umgangssprachlich ist und ab und zu Pronomen weggelassen wurden. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit ging es aber.
Da das Buch ähnlich wie ein Tagebuch geschrieben ist, ein ganzes Jahr abdeckt und somit nur kleine Ausschnitte aus Julias Leben zeigt, bin ich mir ihr nicht so richtig warm geworden. Aber bei diesem Buch kommt es ja eher auf die Erkundung von Tokio an. Ich fand es gut, dass man nicht nur sehr berühmte Orte wie zum Beispiel das Viertel Akihabara, sondern auch unbekannte wie Hakone gezeigt bekommt. 
Man bekommt außerdem nebenbei ein klein wenig Japanisch beigebracht und erfährt ein bisschen etwas über die Geschichte und Traditionen in Japan.
Als Reiseführer taugt das Buch allerdings eher weniger, da dafür noch zu wenig sehenswürdige Plätze gezeigt werden. Zudem sind keine Stadtpläne, Bilder oder Ähnliches vorhanden, was alles noch einmal anschaulicher gemacht hätte. Dafür zeigt es aber, was jemanden erwarten könnte, der sich entschließt nach Japan zu ziehen und dort einige Zeit zu verbringen.

Bewertung:
Aufmachung: ♥♥♥♥ 4/5
Schreibstil: ♥♥♥ 3,5/5
Charaktere: ♥♥♥♥ 4/5
Humor: ♥♥ 2/5
Spannung: ♥♥♥ 3/5
Emotionale Tiefe: ♥♥♥ 3/5

♥♥

Ein netter Roman in Tagebuchform über die Erkundung Tokios in einem Jahr.

Ich bedanke mich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplares.

Dienstag, 2. April 2013

[Buchrezension] Der Vorleser

Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch

Verlag: Diogenes, (1997)
Seitenzahl: 208

Altersempfehlung: ab 14 Jahren


Zitat:
"Ich fühlte mich, als ich jung war, immer entweder zu sicher oder zu unsicher." Entweder kam ich mir völlig unfähig, unansehnlich und nichtswürdig vor, oder ich meinte, ich sei alles in allem gelungen und mir müsste auch alles gelingen. Fühlte ich mich sicher, dann bewältigte ich die größten Schwierigkeiten. Aber das kleinste Scheitern genügte, mich von meiner Nichtswürdigkeit zu überzeugen."

Inhalt:
Der fünfzehnjährige Michael lernt Hanna, eine Frau von Mitte dreißig kennen. Sie wird seine erste Liebe. Trotz gewisser Spannungen - Hanna weigert sich, über ihre Vergangenheit zu sprechen, erleben beide eine Zeit des Glücks. Dann ist Hanna verschwunden. Jahre später sieht der Jurastudent Michael sie im Gerichtssaal wieder. Im Rahmen eines Seminars nimmt er als Beobachter an einem Kriegsverbrecherprozeß teil. Hanna wird eines schrecklichen Vergehens beschuldigt und verurteilt. Michael ist entsetzt, kann aber Hanna und das, was er mit ihr erlebte, nicht aus seinem Gedächtnis verbannen.

Meinung:
Da es oft ellenlange philosophische Sätze gab, war es manchmal ziemlich anstrengend das Buch zu lesen. Manchmal habe ich ein Kapitel gelesen, konnte aber den Inhalt nicht erfassen.
Michael mochte ich das ganze Buch über. Hanna war mir dagegen total unsympatisch, da sie ziemlich impulsiv war.
Das Buch setzt sich gleichzeitig mit den Poblematiken Analphabetismus, NS-Zeit und vielen mehr auseinander.
Da ich das Buch für die Schule lesen musste, war ich ziemlich skeptisch. Es war in Ordnung, aber freiwillig hätte ich mir das Buch nicht ausgesucht.

Bewertung:
Schreibstil:  3,5/5
Charaktere: ♥ 4/5
Humor: 0/5
Spannung: ♥ 3/5
Emotionale Tiefe:  3,5/5


Montag, 1. April 2013

[Buchrezension] Eiche und Bambus - Japaner sind anders - Deutsche auch

Infos zum Buch:
Fortsetzung: keine
Sprache: deutsch

Verlag: Königshausen und Neumann, (Oktober 2012)
Seitenzahl: 98

Altersempfehlung: ab 12 Jahren


Inhalt:
Wie sieht Deutschland Japan und wie sieht Japan Deutschland? Anhand von gegenübergestellten Piktogrammen wird hier dieser Frage nachgegangen und eine humorvolle Kulturvermittlung geschaffen. Es gibt trotz der allgegenwärtigen Globalisierung grundlegende kulturelle Unterschiede im Denken und Handeln von Japanern und Deutschen. In diesem Buch werden sie dem Betrachter anregend und schnell verständlich näher gebracht werden. Viele Themen aus Beruf und Freizeit finden Raum: z.B. Wie wird mit Kunden umgegangen? Welche Stellung hat der Chef? Werden Gefühle gezeigt? Wie wichtig ist der Schlaf? Wie ist der moderne Wohnwunsch? Was versteht man unter Wellness? Lassen Sie sich von den gelungenen Zeichnungen überraschen, amüsieren, irritieren und zum Nachdenken anregen.

Meinung:
Als allererstes muss ich bemerken, dass das Buch keinen Text außer ein paar Bildunterschriften besitzt. Im Inneren des Buches gibt es jedoch einen Code, mit dem man zu einer Seite gelangt, auf der zu jedem Bilderpaar ein kleiner Text steht.
Die gegenübergestellten Bilder sind sehr interessant. Vieles ist auch gar nicht so bekannt. Zum Beispiel, dass Japaner auch am Bahnhof in einer Schlange stehen, wenn sie auf den Zug warten.
Die Piktogramme sind sehr einfach gestaltet und regen zum Nachdenken oder auch zum Schmunzeln an.
Dadaurch dass es nur wenig Text gibt, ist das Buch in weniger als einer Stunde ausgelesen und somit ziemlich kurzweilig.